So würde fast die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) mehr Geld für Fleischwaren aus artgerechter Haltung ausgeben. Dem gegenüber steht eine nur um wenige Prozentpunkte größere Gruppe (53 Prozent), die nicht bereit ist, Mehrkosten, die aus artgerechter Haltung entstehen, über den Produktpreis zu tragen. Ungeachtet dieser Spaltung sind Attribute wie regionale Herkunft und Freilandhaltung für jeweils mehr als ein Drittel der deutschen Konsumenten wichtige Kriterien für die Produktwahl. „Um die Zielgruppe jener, die mehr für tierische Produkte aus artgerechter Haltung zahlen würden, zu erreichen, müssen Produzenten und Händler auf eine klare Kennzeichnung und Präsentation der Waren achten“, sagt Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov. „Hierfür ist eine zielgerichtete Kommunikation unerlässlich.“ Im Handel werden vielfach Siegel verwendet, um das Vertrauen der Verbraucher zu steigern. Jedoch eignet sich nicht jedes Siegel gleich gut zur Ansprache der Zielgruppe – manche Siegel haben sich bei den Verbrauchern noch nicht durchsetzen können. So kennen laut Studie nur 12 Prozent der Gesamtbevölkerung das Siegel der Initiative Tierwohl und lediglich die Hälfte (50 Prozent) der Kenner stuft es zudem als vertrauenswürdig ein.
YouGov-Studie Mehr Geld für besseres Fleisch?
Ist der Kunde bereit, für „besseres“ Fleisch mehr Geld auszugeben? Dieser Frage ist eine YouGov-Studie nachgegangen. Das Ergebnis: Die Bürger zeigen sich beim Thema Mehrkosten für Fleischwaren aus artgerechter Haltung gespalten.
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