Mit Blick auf die Neuregelungen zu Pestizidrückständen fordert Bioland: „Es darf keine bürokratische Mehrbelastung der Betriebe durch sinnlose neue Verwaltungsverfahren geben! Außerdem darf das Verursacherprinzip nicht auf den Kopf gestellt werden.“ Anstatt die Biolandwirte für den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide haften zu lassen, die sie selbst gar nicht verwenden, muss der gesamte Pestizideinsatz deutlich reduziert werden. „Die Praxistauglichkeit des neuen Bio-Rechts hängt nun von der Entscheidung im europäischen Parlament und der Ausgestaltung der Durchführungsbestimmungen ab. Bundesregierung und EU-Parlament müssen dafür sorgen, dass sich gerade auch kleine und mittlere Bio-Betriebe gut entwickeln können.“
Bioland Defizite im neuen Bio-Recht
Eine knappe Mehrheit der EU-Staaten hat im Sonderausschuss Landwirtschaft des EU-Agrarrates einem neuen Bio-Recht zugestimmt. Deutschland hat sich bei der informellen Abstimmung enthalten. „EU-Rat und -Parlament haben es in über dreieinhalb Jahren Verhandlung nicht geschafft, ein besseres Bio-Recht als das bestehende zu erarbeiten. Wir stehen dem neuen Bio-Recht äußerst kritisch gegenüber“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland.
Das könnte Sie auch interessieren
LP international - Nachrichten
-
GroßbritannienAsda stellt Hunderte Waschmaschinen in seinen Filialen aufDie britische Supermarktkette Asda will bis zu 700 Selbstbedienungswaschmaschinen in ihren Filialen aufstellen. Kunden sollen ihre Wäsche künftig während des Einkaufs waschen und trocknen können. Für den Partner ME Group ist es der größte Einzelkundenvertrag in der Geschichte seiner Wäschereisparte.
-
GroßbritannienTesco testet KI-Einkaufsassistenten in seiner AppDer britische Supermarktkonzern Tesco lässt zunächst 280.000 Mitarbeiter einen neuen KI-Assistenten erproben. Das Tool soll Rezepte vorschlagen und passende Zutaten direkt in den Warenkorb legen. Langfristig will Tesco damit auch Lebensmittelverschwendung reduzieren.
-
GroßbritannienMarks & Spencer investiert in Lamm- und RindfleischDer Einzelhandelskonzern Marks & Spencer investiert 2,1 Milliarden Pfund (2,41 Milliarden Euro) in britisches Lamm- und Rindfleisch. Dazu schließt das Unternehmen Zehnjahresverträge mit den Verarbeitern ABP und Dunbia. Die Verträge sollen rund 3.500 Landwirten Planungssicherheit geben.
Produkt des Jahres 2026
Im Heft
Nachhaltigkeit
-
Experte im LP-GesprächLebensmittelbranche braucht ganzheitliche Energie-Konzepte -
SpirituosenindustrieJägermeister produziert Flaschen mit 60 Prozent weniger CO₂ -
AuftaktveranstaltungMinisterium startet Dialog mit Lebensmittelbranche zu Lieferketten -
Hydroponik-AnbauRewe Group bringt besondere Salatmischungen in die Märkte