Der Obst- und Gemüsehändler Sanlucar hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erzielt. Die Unternehmensgruppe kam auf einen Umsatz von 1,066 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Die testierten Konzernabschlüsse lägen vor.
Das Unternehmen führt das Wachstum auf seine internationale Ausrichtung zurück. In den vergangenen Jahren habe Sanlucar den Vorsteuergewinn mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen mit. Die Gruppe investiere in die eigene Produktion, in Partnerschaften mit Produzenten sowie in die Internationalisierung des Geschäfts. Bereits heute erwirtschafte Sanlucar den Großteil seines Umsatzes mit Obst und Gemüse aus eigener Produktion, hieß es.
„Die Milliardenmarke ist natürlich ein wichtiger Meilenstein für uns“, zitierte das Unternehmen den Vorstandschef Armin Rehberg in der Mitteilung. Wichtiger sei aber, dass das Geschäftsmodell funktioniere. „Es ist schön zu sehen, dass wir auch in unseren langjährigen Märkten Deutschland und Österreich gemeinsam mit unseren Handelspartnern wachsen“, so Rehberg weiter.
Sanlucar sieht Potenzial für weiteres Wachstum
Das Unternehmen sieht nach eigenen Angaben noch Potenzial für weiteres Wachstum. Die Milliardenmarke sei kein Endpunkt, sondern die Basis für die nächsten Entwicklungsschritte, teilte Sanlucar mit. Das Geschäft sei heute deutlich internationaler und breiter aufgestellt als noch vor einigen Jahren.
Sanlucar wurde 1993 vom Münchner Unternehmer Stephan Rötzer gegründet und hat seinen Hauptsitz in Valencia in Spanien. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 5.000 Mitarbeiter. Die Produkte werden in über 35 Ländern angebaut und verkauft, darunter in Deutschland, Belgien, Italien, den Niederlanden, Österreich und den USA.
