Die Tarifvertragsparteien des Einzelhandels in Schleswig-Holstein einigten sich auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,0 Prozent rückwirkend zum 1. August 2026 sowie um weitere 2,0 Prozent zum 1. Mai 2027. Die unteren Entgeltgruppen und die Ausbildungsvergütungen werden sogar überproportional angehoben. Nach Verdi-Angaben wurde ein tariflicher Mindestlohn in Höhe von 14,20 Euro pro Stunde rückwirkend ab August und von 14,90 Euro ab Mai 2027 vereinbart. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 25 Monaten.
Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Michael Fink, sagte dazu: „Die Tarifverhandlungsrunde in Schleswig-Holstein war mehr als herausfordernd. Die Unternehmen sind dabei bis an die Grenze des Machbaren gegangen. Dennoch sind wir froh, dass es gelungen ist, eine für Arbeitnehmer und Arbeitgeber machbare Einigung erzielt zu haben. Sie bietet beiden Seiten eine Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre.“ Insbesondere die unteren Entgeltgruppen und die Ausbildungsvergütungen seien im Fokus gewesen; für diese Tarifgruppen hätten die Parteien sich auf gesonderte Anhebungen geeinigt.
„Der Tarifabschluss in Schleswig-Holstein orientiert sich an den Abschlüssen anderer Tarifbereiche und wurde dennoch hart erkämpft“, kommentierte Verdi-Verhandlungsführer Bert Stach. Mit starken Streikaktionen hätten die Kolleginnen und Kollegen im Handel der Tarifkommission den Rücken gestärkt und damit diesen Tarifabschluss durchgesetzt.
