Payment-Studie Jeder zweite Online-Shopper zieht europäische Bezahllösung vor

Schnell, bequem und am besten „Made in Europe“: So stellen sich viele Menschen in Deutschland das ideale Bezahlen im Internet vor. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Zahlungsdienstleisters Brite Payments. Demnach bevorzugen 51 Prozent der Menschen in Deutschland europäische Bezahloptionen gegenüber außereuropäischen Angeboten.

Mittwoch, 30. September 2026, 10:10 Uhr
Thomas Klaus
Es gibt zahlreiche Methoden, Online-Einkäufe zu bezahlen. Eine Studie hat nun untersucht, was den Verbrauchern dabei wichtig ist. Bildquelle: Lebensmittel Praxis (mit Unterstützung durch KI)

51 Prozent der Menschen in Deutschland favorisieren europäische Bezahloptionen gegenüber außereuropäischen Angeboten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage eines führenden Zahlungsdienstleisters, Brite Payments. Durchgeführt wurde sie im September vom Marktforschungsunternehmen Appinio unter 1.000 Befragten.

Die Studie untersucht, was deutsche Verbraucher vom Online-Shopping erwarten und welche Erfahrungen sie dabei machen. Themen sind die Herkunft der Zahlungsanbieter, Sicherheit, Krisenfestigkeit, Bezahlhürden, Retouren und neue Zahlungsmethoden wie Pay by Bank.

Die Herkunft einer Zahlungsmethode spielt für viele Menschen in Deutschland eine wichtige Rolle. 53 Prozent fühlen sich sicherer, wenn ihre Daten in Deutschland oder Europa verarbeitet werden. Zwei Drittel (66 Prozent) legen Wert darauf, dass das Bezahlverfahren auch bei internationalen Krisen zuverlässig bleibt.

Ausgeprägter Checkout-Frust bei den Jüngeren

Hürden im Checkout sorgen jedoch oft für Frust und Abbrüche: 24 Prozent störten sich in den letzten zwölf Monaten an zu vielen Schritten und Klicks. Jeder Fünfte (21 Prozent) brach eine Bestellung ab, weil eine Registrierung oder App-Download erforderlich war.

Besonders ausgeprägt ist der „Checkout-Frust“ bei den 18- bis 24-Jährigen. 34 Prozent dieser Altersgruppe ärgerten sich in den letzten zwölf Monaten über langsame oder komplizierte Bezahlvorgänge. Über alle Altersgruppen hinweg waren es 23 Prozent. Zudem wechselten 40 Prozent der jungen Befragten während eines Zahlungsprozesses die Methode, weil die ursprüngliche Zahlung nicht funktionierte. Insgesamt betraf dies 30 Prozent der Befragten.

Unsicherheiten bei Retouren belasten Einkaufserlebnis

Auch Unsicherheiten bei Retouren belasten das Einkaufserlebnis. Vielen Menschen fehlt die Sicherheit, ihr Geld schnell und zuverlässig zurückzubekommen. 34 Prozent entschieden sich schon einmal gegen einen Kauf, weil sie eine reibungslose Rückerstattung bezweifelten. 21 Prozent wussten in den vergangenen zwölf Monaten nicht, wann sie ihr Geld nach einer Rücksendung zurückerhalten würden.

„Wer online bezahlt, erwartet Geschwindigkeit, Sicherheit und Einfachheit. Wenn Menschen im Bezahlvorgang eine 16-stellige Kartennummer heraussuchen und manuell eingeben müssen oder nicht wissen, wann sie ihr Geld nach einer Rücksendung zurückbekommen, entsteht Reibung. Das schadet Verbrauchern wie Händlern gleichermaßen.“ Das sagt Lena Hackelöer, Gründerin und CEO von Brite Payments. „Genau hier setzen Pay-by-Bank-Zahlungen an.“

Pay-by-Bank wird bedeutsamer

Die Zahlungsmethode Pay-by-Bank vereinfacht den Bezahlvorgang: Kunden zahlen direkt über ihr Bankkonto und bestätigen die Transaktion mit den vertrauten Verfahren ihres Online-Bankings. Dieses Verfahren wird in Deutschland immer beliebter: 55 Prozent der Befragten kennen es bereits. „Die Zahlen zeigen, dass sich Pay by Bank zu einer ernst zu nehmenden Alternative im digitalen Zahlungsverkehr in Deutschland entwickelt hat“, so Hackelöer.

Während „Pay by Bank“ in Deutschland an Relevanz gewinnt, ist die Zahlungsmethode im Vereinigten Königreich längst etabliert. Dort nutzen über 15 Millionen Menschen Open-Banking und das Volumen von Pay-by-Bank-Zahlungen ist 2025 um 53 Prozent gewachsen. Brite Payments startet nun in Großbritannien und bietet neben seinem Angebot für Zahlungen direkt vom Bankkonto auch Echtzeitzahlungen (Instant Payments) an.

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