Rewe und der Werbetechnologie-Anbieter The Trade Desk weiten ihre Zusammenarbeit im Bereich Retail Media aus. Künftig können Werbetreibende über die Plattform von The Trade Desk auch Kaufdaten aus dem stationären Handel von Rewe für ihre Kampagnen nutzen. Bisher standen lediglich Daten aus dem Rewe-Onlineshop zur Verfügung, wie beide Unternehmen mitteilten.
Präzisere Ansprache potenzieller Kunden
Rewe stellt dafür Daten aus seinem Vorteilsprogramm Rewe Bonus bereit. Die daraus gewonnenen Zielgruppensegmente kombinieren den Angaben zufolge Online- und Offline-Kaufsignale und sollen Werbetreibenden eine höhere Reichweite sowie eine präzisere Ansprache potenzieller Kunden ermöglichen. Die Segmente lassen sich laut der Mitteilung kanalübergreifend aktivieren – bis hin zu Connected TV.
„Kaufverhalten zählt zu den aussagekräftigsten Signalen, um den richtigen Nutzer zur richtigen Zeit anzusprechen“, sagte Tamer Batan, Vizepräsident für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz bei The Trade Desk. Die erweiterte Partnerschaft ermögliche es, Zielgruppen auf Basis tatsächlicher Käufe im Onlineshop und im stationären Handel zu bilden.
Rewe Group will Stärken von Online- und Filialgeschäft verknüpfen
Magdalene Rynkiewicz, bei der Rewe Group zuständig für Projekte und Geschäftsentwicklung im Bereich Retail Media Connect, erklärte: „Unser Ziel ist es, die Stärken des Online- und stationären Handels für Werbetreibende bestmöglich zu erschließen.“ Gemeinsam mit Partnern wolle man Marken eine wirkungsvollere kanalübergreifende Ansprache ihrer Zielgruppen ermöglichen.
The Trade Desk ist ein an der US-Technologiebörse Nasdaq notiertes Unternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Ventura. Es betreibt nach eigenen Angaben eine cloudbasierte Plattform, über die Marken und Agenturen digitale Werbung einkaufen und datengestützt aussteuern können. Retail Media – also die Vermarktung von Werbeflächen und Kundendaten durch Handelsunternehmen – gewinnt im Lebensmittelhandel zunehmend an Bedeutung als zusätzliche Erlösquelle.
