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Abfallstudie Ansatz gegen Lebensmittelverschwendung

Lebensmittel Praxis | 23. Juli 2013

Eine Studie der Landesanstalt  für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) zur Abfallvermeidung in Baden-Württemberg empfiehlt die Installation lokaler und regionaler Netzwerke, um aussortierte frische Lebensmittel künftig schnell weiterzuverarbeiten statt sie wie bisher wegzuwerfen.

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„Wir produzieren immer noch zu viel Abfall", heißt es in der Studie.  Gesetzliche Vorschriften stünden einer Weiterverarbeitung frischer Lebensmittel oftmals entgegen. Mit Pilotprojekten sollen erste Erfahrungen gesammelt und Hürden analysiert werden, so die LUBW in Karlsruhe.

Neben der Lebensmittelbranche befasst sich die Studie auch mit Kraftfahrzeug- und Maschinenbau, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel sowie Zulieferern. So könnten beim Transport Mehrwegbehälter und wiederverwertbare Transportverpackungen helfen, Abfall und damit auch Kosten zu vermeiden, heißt es.

Hersteller sollten aber vor allem auch bei der Nutzungsdauer ihrer Produkte ansetzen: „Ist die Garantiezeit erst einmal vorbei, kümmert es manche Hersteller wenig, wie lange ihr Produkt einwandfrei funktioniert", so die Experten. Ob der Verbraucher ein defektes Teil austausche oder gleich ein neues Gerät kaufe, mache oft kaum einen Unterschied. Einzelne Komponenten sollten leicht austauschbar sein, fordert die LUBW. Hier liege ein enormes Einsparpotenzial von Rohstoffen.