Die Regierung rechnet mit Mehrkosten von einmalig 5,613 Mio. Euro für den Handel und jährlichen Zusatzkosten von 700.000 Euro. Die Quote von Mehrwegflaschen war in den vergangenen Jahren von 70 auf unter 50 Prozent gesunken. Ein Grund dafür ist die starke Zunahme des Getränkeverkaufs in Einwegplastikflaschen in Discountern.
Diese werden zwar wegen des 25-Cent-Pfands meist zurückgebracht und recycelt. Doch Mehrwegflaschen werden bis zu 50 Mal befüllt, was weniger Energie verbraucht und weniger Abfälle verursacht. Das Bundesumweltministerium betonte: „Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen in die Lage versetzt werden, sich bewusst für eine Getränkeverpackung zu entscheiden, die ihren ökologischen Ansprüchen genügt".
Die neue Regelung verbessere die Transparenz beim Kauf von Getränken. Aus EU-rechtlichen Gründen sei aber nur eine Kennzeichnung unmittelbar an den Flaschenregalen möglich, nicht eine „Einweg"- oder „Mehrweg"-Kennzeichnung auf den Flaschen selber. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen. Dann gilt eine neunmonatige Übergangsfrist, so dass die Regelung erst ab 2014 greifen kann. Die Umwelthilfe forderte eine Kennzeichnung direkt auf den Flaschen.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hingegen betont in einer Stellungnahme, dass die geplanten Hinweispflichten die Unternehmen belasten aber nicht den Mehrweganteil erhöhen würden. „Die Verbraucher entscheiden sich bewusst für Einweg oder Mehrweg", sagte Kai Falk, Geschäftsführer beim HDE.
Einweg/Mehrweg Neue Kennzeichnung kommt in 2014
Die Verbraucher in Deutschland sollen wieder stärker zum Kauf von umweltfreundlichen Mehrwegflaschen angeregt werden. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch, dass Bürger auf Hinweistafeln in Supermärkten und Discountern besser informiert werden sollen, ob sie Wegwerf- oder Mehrwegflaschen kaufen. Die Verordnung soll ab 2014 gelten.
Das könnte Sie auch interessieren
LP international - Nachrichten
-
FleischmarktMorliny Foods schließt Kauf von Wursthersteller Wolf abDer britische Konzern Morliny Foods hat die Übernahme der Firmengruppe Wolf abgeschlossen, nachdem die Wettbewerbshüter grünes Licht gegeben hatten. Christian Wolf (Foto) bleibt Vorstandschef und will mit dem neuen Eigentümer international expandieren.
-
ÖsterreichMpreis eröffnet neue Filialen und modernisiert MärkteDer Tiroler Lebensmittelhändler Mpreis hat 2025 mehrere neue Filialen eröffnet und bestehende Märkte umgebaut. Die Modernisierungen senken den Energieverbrauch nach Unternehmensangaben um bis zu 40 Prozent. Mpreis vergab Aufträge im Wert von 138 Millionen Euro an regionale Lieferanten.
-
NorwegenNeuer Rekordwert beim Export von Fisch und MeeresfrüchtenNorwegen steigert seine Fisch- und Meeresfrüchte-Exporte im Jahr 2025 um 4 Prozent auf einen Rekordwert. Polen bleibt größter Abnehmer, während China mit einem Plus von 31 Prozent das stärkste Wachstum verzeichnet. In den USA bremsen höhere Zölle das Geschäft.
