Damit wurden die Zwischenergebnisse aus dem Vorjahr bestätigt. Die Umweltauswirkungen der Distribution, die Transport und Lagerung beinhaltet, sind nach den Worten von Otto Gensch, beim Öko-Insitut der für die Studie verantwortliche Bereichsleiter, in allen untersuchten Produktgruppen sehr viel geringer als bisher angenommen: „In allen bilanzierten Produktgruppen weist die Distribution die niedrigsten Werte an Treibhausgasemissionen auf." Bei Hühnerfrikassee und Pizza liege der Anteil an der Gesamtbilanz zum Beispiel bei lediglich 2 beziehungsweise 6 Prozent. V
iel entscheidender für Klimabilanz seien Produktzusammensetzung - also die Rezeptur, das Einkaufsverhalten, die Lagerung im Haushalt – sowie die Zubereitung. „Auch der Verbraucher kann durch einen umsichtigen Umgang mit Lebensmitteln einen entscheidenden Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten", so Gensch. Auf Basis der neuen Erkenntnisse wurden deshalb vom Deutschen Tiefkühlinstitut bereits Verbraucher-Tipps für den klimafreundlichen Umgang mit Tiefkühlprodukten entwickelt. Um speziell auch kleineren Unternehmen Orientierung bei der Durchführung von Klimabilanz-Analysen zu geben, plant der Branchenverband im nächsten Schritt einheitliche Rahmenbedingungen und Bilanzierungsregeln (Category Rules) für die Tiefkühlwirtschaft zu erarbeiten. „Nur auf Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Methodik können Klimaeinflüsse und Nachhaltigkeitsbemühungen von Unternehmen transparent verglichen und dem Verbraucher glaubhaft kommuniziert werden.", so Udo Perenz, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tiefkühlinstitutes.
Tiefkühlhkost Gute Klimabilanz
Die Klimabilanzen von tiefgekühlten Produkten sind vergleichbar mit denen anderer Angebotsformen, wie (un)gekühlten Produkten aus der Dose beziehungsweise dem Glas oder selbstzubereiteten Lebensmitteln. Dies ergab eine heute von Öko-Institut und Deutschem Tiefkühlinstitut vorgestellte Klimabilanz-Studie.
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