Ein Grund für die aus Konsumentensicht günstige Bierpreisentwicklung sei der rückläufige Bierverbrauch in Deutschland. Gleichzeitig hätte sich Braugerste erheblich verteuert und auch die Energiepreise seien deutlich stiegen.
Eine Entwicklung, die den Brauern Sorge bereitet: „Ich sehe da nichts Gutes", sagt der Präsident des Verbandes Privater Brauereien in Bayern, Gerhard Ilgenfritz, am Dienstag im Vorfeld der Getränke-Messe. Trotz der leicht gestiegener Erntemenge auf 1 Mio. t deckten deutsche Landwirte nur noch die Hälfte des bei rund 2 Mio. t liegenden Bedarfs der inländischen Brauereien, wie der Verband mitteilt.
Da auch in anderen EU-Ländern Braugerste knapp sei, habe sich dieser Bierrohstoff deutlich verteuert. Fast verdoppelt hätten sich die Preise für Malz. Verantwortlich für diese Entwicklung sei der wachsende Maisanbau für Biogasanlagen, sagte Ilgenfritz. „Man muss jetzt sehen, wie sich das im Jahr 2012 entwickelt. Die Energiewende darf nicht zulasten der Lebensmittelerzeugung gehen", warnte der Verbandschef.
Höhere Preise seien laut Ilgenfritz in einem schwierigen Marktumfeld mit sinkendem Bierausstoß und der Dumpingpreispolitik vieler großer Brauereien nur schwer durchsetzbar. Auch die Nachfragemacht der großen Einzelhandelsketten, die die Bierpreise drückten, machten die Lage für viele deutsche Bierproduzenten schwierig.
Bierpreise Brauer vor Herausforderungen
2010 ist der Bierpreis unterdurchschnittlich um nur 0,5 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt nun auf der „Brau Beviale" mitteilt, setzt sich dieser Trend auch in 2011 fort.
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