Sie sollen in allen Bundesländern nach dem Beispiel Bayerns eingerichtet werden und in besonderen Krisenfällen zum Einsatz kommen.
Wie wichtig schnelle Entscheidungen und Informationen der Behörden seien, habe sich unter anderem nach dem Dioxin-Skandal oder im Zuge der EHEC-Infektionsserie gezeigt. Der Verband setzt sich dafür ein, dass die amtliche Lebensmittelüberwachung als staatliche Aufgabe bundesweit nach einheitlichen Standards erfolgt. Bisher sei die amtliche Lebensmittelüberwachung Ländersache und oftmals abhängig von den zur Verfügung stehenden öffentlichen Mitteln. Verbraucherschutz je nach Kassenlage der Länder dürfe es jedoch nicht geben. Auch Privatisierungspläne lehnt der Bundesverband der Lebensmittelchemiker strikt ab.
Die Fachleute beobachten unter anderem, dass importierte Lebensmittel mit gefährlichen Stoffen kontaminiert waren, die in Deutschland längst verboten sind. Das gelte beispielsweise für das in Deutschland verbotene Insektizid DDT, das in Import-Tees nachgewiesen worden sei. Grenzwertüberschreitungen bei Pflanzenschutzmitteln würden vor allem bei exotischen Lebensmitteln beobachtet, die nur in geringen Mengen importiert werden.
Auch auf den Vertrieb und die Verfügbarkeit vieler Produkte über das Internet müsse die
Lebensmittel- und Produktkontrolle in Deutschland reagieren. Problematisch seien zudem einzelne Nahrungsergänzungsmittel, die dem Verbraucher als „Wunderpräparate" offeriert würden. Um einen verbesserten Verbraucherschutz zu gewährleisten, fordert der Verband mehr Fachleute in den Kreisverwaltungen, die dafür sorgen, dass der Nachweis gefährlicher Substanzen in Lebensmitteln schnell zu Konsequenzen in der Praxis führt.
Verband der Lebensmittelchemiker Plädiert für Aufbau von Spezialtruppe
Zur Verbesserung des Verbraucherschutzes macht sich der Bundesverband der Lebensmittelchemiker für den Aufbau von interdisziplinär zusammengesetzten Spezialeinheiten stark.
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