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Fischfangquoten Umstrittenes Aalfangverbot

Thomas A. Friedrich, Brüssel | 08. Dezember 2017
Fischfangquoten: Umstrittenes Aalfangverbot

Bildquelle: Getty Images

Die EU-Fischereiminister könnten den Aal für die Fangsaison 2018 am nächsten Montag auf die rote Liste setzen. Die EU-Kommission schlägt dem Ministerrat vor, ab dem 1. Januar 2018 ein einjähriges Aalfangverbot für Nord- und Ostsee sowie die EU-Binnengewässer zu beschließen.

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Die Bundesregierung hält diese Maßnahme für überzogen, und auch in anderen EU-Staaten regt sich Widerstand, weil die seit 2007 in Kraft befindlichen Managementpläne die Bestände wieder spürbar aufgefrischt hätten. Die Fangquoten 2018 für Hering, Schellfisch, Heilbutt und Seelachs in der Nordsee, dem Nordatlantik, Grönland und in den Gewässern von Norwegen entwickeln sich nach Auskunft der EU-Kommission erfreulich. Daher hat die Brüsseler Behörde bei diesen Fischarten die Fangquoten gegenüber dem laufenden Jahr deutlich hochgesetzt.

Mit dem Nicht-EU-Staat Norwegen wurden die Fangquoten für 2018 bereits abgestimmt. Der Gesamtfang der EU in Nord- und Ostsee, Nordatlantik und vor Grönland wurden für 2018 für Nordseekabeljau auf 843.156 t, Hering 600.585 t, Schellfisch 417.671 t und Seelachs auf 105.793 t übereinstimmend unter den Fischereibehörden Europas festgelegt.

Von Kürzungen und sinkenden Beständen sind indessen die Nord- und Ostseescholle betroffen. Die Fangquote sinkt um rund ein Drittel gegenüber dem Vorjahr auf 112.643 t. Das wird auf die Preise durchschlagen.