Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) führt drei Bundesinstitute zusammen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Max Rubner-Institut und das Bundeszentrum für Ernährung sollen zu einem neuen Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung verschmolzen werden. Dies teilt das Ministerium mit.
Kompetenzen im gesundheitlichen Verbraucherschutz bündeln
Das neue Institut soll 2029 an den Start gehen. Bereits zum 1. Januar 2028 werden in einem ersten Schritt die Nationalen Referenzlaboratorien des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in das Bundesinstitut für Risikobewertung integriert. Zudem werden wichtige Aufgaben des derzeit bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung angesiedelten Bundeszentrums für Ernährung in das Max-Rubner-Institut überführt.
Mit der Zusammenführung will das Ministerium nach eigenen Angaben die Kompetenzen im gesundheitlichen Verbraucherschutz bündeln und stärken. Zuständigkeiten würden klarer geordnet, wissenschaftliche Expertise enger vernetzt und Abstimmungsprozesse effizienter gestaltet. Ziel sei es, mit einer effizienten Behördenleitung Doppelstrukturen aufzulösen und Abstimmungsprozesse zu verkürzen.
Neues Institut verfolgt ganzheitlichen Ansatz
Das neue Institut soll die Aufgaben der Bereiche Lebensmittelqualität, Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherung, Ernährungs- und Risikokommunikation sowie Ernährungsbildung vereinen. Damit verfolge das neue Institut einen ganzheitlichen Ansatz, teilte das Ministerium mit. Dieser umfasse neben der Chemikalien-, Produkt-, Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit auch das Wissen über Produktionsformen sowie wichtige Aspekte der Ernährung für Bevölkerungsgruppen aller Altersklassen.
Für das neue Bundesinstitut bedarf es eines Errichtungsgesetzes mit definierten gesetzlichen Aufgaben. Bundesminister Alois Rainer treibt nach eigenen Angaben die Staats- und Verwaltungsmodernisierung in seinem Ressort voran. Nach der Verschlankung von Strukturen im Bundeslandwirtschaftsministerium würden nun die drei Institute zusammengeführt, so das Ministerium.
