Bildquelle: Carsten Hoppen

Fleisch-Star-Talent 2016 Stresstest für Nachwuchskräfte

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Fleisch-Azubis aus den Bereichen Verkauf und Produktion absolvieren ein Assessment-Center. Wer meistert praktische Aufgaben, kennt sich im Sortiment aus und kann sich selbst präsentieren? Auf der Suche nach den Fleisch-Star-Talenten.

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Ein Morgen in der Neuwieder Food Akademie: Bis kurz vor 14 Uhr ist die Welt noch in Ordnung für die 20 Kandidaten, die zu den Azubi-Tagen des Wettbewerbs um die Fleisch-Star-Talente 2016 angereist sind. Selbstbewusst und siegessicher posieren sie für den Fotografen – schließlich sind alle Selfie-erprobt und regelmäßig in sozialen Netzwerken unterwegs. 20 Auszubildende im dritten Lehrjahr, jeder einzelne macht an seinem Arbeitsplatz eine gute Figur: entweder hinter der Fleisch-Bedienungstheke (Kategorie Verkauf) oder im Vorbereitungsraum, beim Fertigen von Hackfleisch, Spießbraten und Co. (Kategorie Produktion). Ihre Arbeitgeber haben sie ins Rennen geschickt, dann wurden sie aus allen Bewerbungen ausgewählt und präsentieren sich und ihren Ausbildungsbetrieb nun hier vor einer fachkundigen Jury.

Spätestens um 14.30 Uhr ist das Thema „Coolness“ gegessen. Denn nun wissen alle Teilnehmer, welche Aufgaben sie bis zum Abend erfüllen sollen, allein oder in Gruppenarbeit. Dabei ist jede einzelne Anforderung zweifelsohne machbar, in der Praxis schon zigmal erprobt. Aber, Hand aufs Herz, es ist doch etwas anderes, wenn einem dabei zwei oder sogar drei Juroren auf die Finger schauen. Fühlt es sich unangenehmer an, wenn der Experte aus dem eigenen Unternehmen kommt? Oder ist es gefühlt noch schlimmer, wenn sich die Jurorin der Konkurrenz Notizen auf ihrem Block macht? Man weiß es nicht, fest steht aber, dass Arbeiten unter strenger Beobachtung den Pulsschlag deutlich erhöht.

Die Teilstücke benennen und Zubereitungstipps geben

Bogenschießen – könnte witzig sein, wenn nur der blöde Pfeil das Ziel treffen würde! Doch auch wenn er vorbei geht und weder das Schwein noch das Rind aus Styropor mit eingezeichneten Fleischteilen getroffen werden, haben die Juroren Jürgen Sieler und Manfred Müller passende Fachfragen parat. Welches Teilstück sich für welche Zubereitung eignet, haben fast alle Kandidaten „auf der Pfanne“. Da sorgen Verena Veith, Kristine Baumgart und Hans Joachim Wermter mit ihrer Aufgabenstellung schon für mehr Kopfzerbrechen. Sie erwarten eine kompetente Menüberatung, wobei Fleisch, Personenzahl und Anlass vorgegeben sind. Wer so etwas noch nicht gemacht hat, hofft, dass die Mitstreiter in der Gruppe ihn mitziehen – und erfährt nebenbei, dass solche Fragen in der Abschlussprüfung durchaus relevant sind.

Weiter zu Carina Kunz, Kornelia Hoffmann und Aristides Selalmazidis. Bei den ersten Azubis kommen Selbstzweifel auf, als sie allein eine Bühne betreten müssen und ein Kurzreferat über ein vorgegebenes Thema halten müssen. Wer die Bühnenshow absolviert hat, darf im Lehrsupermarkt der Food Akademie zurück in eine gewohnte Umgebung, sprich: hinter die Theke. Thorsten Kilb und Matthias Schmidkunz beobachten mit Argusaugen, wie die Kandidaten mit der Ware umgehen und ob sie Testkäuferin Heidrun Mittler zufrieden stellen.

Nach getaner Arbeit freuen sich alle aufs Abendessen, danach toben sich die Teilnehmer noch bei einer Runde Lasertag im Supermarkt aus.