Für den Fischstäbchen-Hersteller haben mehrere Investoren Interesse angemeldet, nach Angaben der «Financial Times Deutschland» hat der Verkaufsprozess bereits begonnen. Als Verkaufserlös werden in der Finanzbranche zwischen 2,6 und 3 Mrd. Euro kolportiert. Als ein Interessent gilt der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé. Dr. Oetker hatte bereits abgewunken. Als außergewöhnliche Belastung nannte die Iglo Foods Holdings Ltd. mit Sitz im britischen Feltham unter anderem Kosten von knapp 20 Mio. Euro für die Integration der italienischen Findus-Gruppe.
Der britische Finanzinvestor Permira hatte Iglo 2006 für 1,7 Mrd .Euro von Unilever übernommen. Für 805 Mio. Euro kam die italienische Iglo-Schwester Findus hinzu. Die Iglo GmbH in Deutschland hat zwei Produktionswerke in Bremerhaven und im münsterländischen Reken und insgesamt rund 1.400 Mitarbeiter. 2011 sei laut Iglo in Hamburg geprägt gewesen von einem deutlichen Preiswettbewerb: „Wir hatten vor allem mit Preissenkungen bei den Discountern zu kämpfen." Zur Stärkung der Marke will das Unternehmen in Deutschland noch enger mit dem Handel zusammenarbeiten. In der Tiefkühlabteilung von Supermärkten herrsche oft „eine eher sterile Atmosphäre", hieß es.
Iglo Käufer gesucht
Iglo schmückt sich für einen Verkauf. 2011 sei aus eigener Sicht das beste Geschäftsjahr bisher gewesen, hieß es aus dem Unternehmen: Das Ergebnis vor Zinsen und anderen Abzügen sei um 7 Prozent auf knapp 326 Mio. Euro geklettert, der Umsatz der Gruppe stieg um 1,4 Prozent auf 1,57 Mrd. Unterm Strich fiel jedoch wegen hoher Kosten für den Schuldendienst ein Verlust von 82 Mio. Euro nach minus 72 Mio. Euro im Vorjahr an.
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