Die Vertriebskanäle für OTC-Arzneimittel (Apotheken, Versandhandel sowie Lebensmittelhandel und Drogeriemärkte) steigerten ihren Umsatz um 1,8 Prozent. Apotheken (inkl. Versandhandel), LEH und Drogeriemärkte profitierten in den Monaten Oktober bis Dezember von einer ersten Erkältungswelle; sie bescherte insbesondere Husten-, Schnupfen- und Grippemitteln sowie Präparaten gegen Gelenk- und Muskelschmerzen eine deutlich steigende Nachfrage. Zu den starken Wachstumstreibern mit durchweg zweistelligem Plus gehörten laut Nielsen ebenso Beruhigungs- und Schlafmittel, Mittel gegen Hautpilze sowie Diäten bei Adipositas. Die Tatsache, dass Lebensmittelhandel und Drogeriemärkte an der positiven Entwicklung des OTC-Marktes besonders teilhaben konnten, bewerten die Frankfurter Marktforscher als Signal für eine Trendumkehr.
Die stationären Apotheken steigerten ihre OTC-Umsätze im abgelaufenen Jahr um 2 Prozent. Dennoch spüren sie den zunehmenden Wettbewerb seitens der erfolgreichen Online-Versandhandels-Apotheken: Diese legten im Umsatz um 14,3 Prozent, im Absatz sogar um 21,5 Prozent zu und bauten damit ihre Umsätze auf 639 Mio. Euro aus. Nach einer vorübergehend nachlassenden Dynamik im Jahresvergleich 2009-2010 beschleunigte der noch junge Vertriebskanal damit wieder ganz erheblich sein Wachstumstempo.
OTC LEH und Drogeriemärkte profitieren
Das Umsatzvolumen mit nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln überschritt im vergangenen Jahr die Schwelle von 8 Mrd. Euro. Die Nielsen Marktforschung führt dies auf die verstärkte Nachfrage nach Erkältungsmitteln im vierten Quartal 2011 zurück.
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