Freiverkäufliche Arzneimittel:Umsatzeinbußen für LEH

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Freiverkäufliche Arzneimittel Umsatzeinbußen für LEH

Während die Versand-Apotheken im ersten Halbjahr 2011 beim Umsatz mit OTC-Produkten kräftig zulegen konnten, verzeichneten der Lebensmittel-Einzelhandel und die Drogerien im Bereich der freiverkäuflichen Arzneien Umsatzeinbußen.

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Den Gesamtmarkt der nicht rezeptpflichtigen Arzneimittel (OTC – „Over the Counter") beziffert die Nielsen-Marktforschung für das erste Halbjahr 2011 auf 3,96 Mrd. Euro. Darin enthalten sind die rezeptfreien, aber dennoch apothekenpflichtigen Arzneimittel. Damit lag das Volumen um 1,1 Prozent über dem Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Hieran halten die Apotheken mit 2,49 Mrd. Euro (nur Selbstmedikation) nach wie vor den Löwenanteil und haben damit ihren Umsatz um 1,6 Prozent erhöhen können. Klarer Gewinner ist der Apotheken-Versandhandel, der im ersten Halbjahr 2011 seinen Umsatz gegenüber Januar bis Juni 2010 um fast 10 Prozent steigern konnte. Umsatzeinbußen mussten dagegen der Lebensmittel-Einzelhandel und die Drogerien hinnehmen, sie erzielten in den ersten sechs Monaten mit nicht rezeptpflichtigen, freiverkäuflichen Arzneimitteln (Selbstmedikation) einen Umsatz von 513,6 Mio. Euro und damit 1,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2010.

Hält der Positivtrend bis zum Ende des Jahres an, könnte für 2011 ein Wachstum in der Branchen-Umsatzbilanz stehen, nachdem der OTC-Markt im vergangenen Jahr noch ein Minus von 1 Prozent auf 7,85 Mrd. Euro gegenüber 2009 verzeichnete. LEH und Drogerien kamen bei freiverkäuflichen Arzneien auf einen Umsatz von 1,05 Mrd. Euro (minus 2,9 Prozent). Die Apotheken verloren bei OTC um 0,4 Prozent leicht auf 4,95 Mrd. Euro. Die Arzneimittelversender erreichten 2011 mit OTC-Produkten Nielsen zufolge ein Plus von 4,5 Prozent auf 558,8 Mio. Euro.