Die Bundesbürger sparen in der derzeitigen Lage auch beim Einkauf von Lebensmitteln. Handelsmarken legten erstmals wieder beim Marktanteil zu. Doch wer profitiert davon?
Eine große Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Mehrwertsteuerbefreiung für Grundnahrungsmittel. Das geht aus einer aktuellen Yougov-Umfrage hervor.
Die Ausgaben für Rohstoffe und Energie steigen kräftig. Nestlé reicht die höheren Kosten an die Verbraucher weiter. Im laufenden Jahr peilt der Konzern insgesamt weiter ein organisches Umsatzwachstum von rund 5 Prozent an.
Im März legten die Produzentenpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 30,9 Prozent zu – das ist der höchste Anstieg seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Die Steigerungen werden vor allem durch hohe Energiepreise getrieben, aber auch Preise für Düngemittel verdoppelten sich nahezu.
Laut Statistischem Bundesamt sind die Preise für landwirtschaftliche Produkte auf Erzeugerebene im Februar noch einmal stark gestiegen. Einen Anstieg diesen Ausmaßes innerhalb der Jahresfrist soll es zuletzt im Mai 2011 gegeben haben, heißt es.
Dass ein brutaler Krieg einhergehend mit vielfältigen Verwerfungen, sei es bei den Energiekosten oder der Verfügbarkeit von Produkten, die Verbraucher-Präferenzen verschiebt, ist anzunehmen. In einer Exklusivumfrage unter 1.347 Befragten wird klar:
Aldi erhöht am Montag erneut die Preise - aus Sicht des Bauernverbands ein folgerichtiger Schritt. Laut Handelsverband dürften Lebensmittel in den nächsten Wochen noch deutlich teurer werden.
Laut einer Befragung des Ifo-Instituts wollen immer mehr Firmen in den kommenden drei Monaten ihre Preise erhöhen. Der neueste Index Ifo-Preiserwartungen erreicht mit 54,6 Punkten einen Höchstwert und stieg im Vergleich zum Februar um 7 Punkte.
Zwar bietet der deutsche Handel nur wenige Produkte aus Russland und der Ukraine an, dennoch könnte der Krieg steigende Preise bedingen. Das Angebot an Lebensmitteln dürfte dagegen nicht beeinflusst werden, erklärt der Handelsverband.