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Schwartau Mitten im Erdbeerland

Dieter Druck | 27. Juni 2014

Die Nähe zum Erzeuger und zur Frucht ist für die Schwartauer Werke sehr wichtig. Jetzt soll das Ganze auch dem Verbraucher noch nähergebracht werden.

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Die Mittagssonne brennt. Auf dem Erdbeerfeld von Landwirt Dirk Hadenfeldt im schleswig-holsteinischen Schmilau durchkämmen zwölf polnische und rumänische Saisonarbeiterinnen seit dem frühen Morgen die Reihen. Vor vier Tagen lief die Ernte der Sorte Honeoye aus dem Vertragsanbau für die Schwartauer Werke an. Der Erntestart ist bedingt durch den milden Winter etwas früher als in den Jahren zuvor. Der Erzeuger rechnet mit guten Erträgen, da im Mai die gefürchteten Spätfröste ausgeblieben sind. Andererseits macht die Trockenheit in diesen Tagen zu schaffen.

Jetzt wird in den kommenden drei Wochen im Abstand von drei bis fünf Tagen die Fläche immer wieder durchgeerntet. In der Spitze sind bis zu 85 Erntehelfer auf den Feldern von Hadenfeldt. Auf dem 100-ha-Hof werden auf 25 ha Erdbeeren kultiviert, davon etwa die Hälfte für den Konfitürenhersteller aus Bad Schwartau, und das schon seit mehreren Jahrzehnten Die Helfer sind mit blauen Körben unterwegs, in die sie die dunkelroten, süßen Früchte legen. Die blauen Behältnisse sind allein für das Obst vorgesehen, das vom Feld oftmals per Trecker direkt an die Warenannahme nach Bad Schwartau geht. Es muss schnell gehen, denn Erdbeeren sind sensible Früchte. Bis zum Ende der Saison werden mehr als 500.000 blaue Körbe mit Erdbeeren von 15 Vertragsbauern aus der Region über die Rampe gehen. Alle gemäß den Herstellervorgaben ohne das grüne Kelchblatt.

Dort wandert ein Teil sofort in die Frischfruchtverarbeitung, der andere wird tiefgefroren und gelagert. „Wir sind noch einer der wenigen Hersteller, die frische Früchte verarbeiten. Wir haben das Ganze schon mal hinterfragt, aber gottlob auch daran festgehalten“, erklärt Dr. Sebastian Portius, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei den Schwartauer Werken. Ein Vorteil sei, dass durch den regionalen Bezug, die kurzen Wege und die sofortige Verarbeitung vollreife Früchte in die Produktion kommen würden, was sich wiederum positiv auf den Geschmack auswirke. Etwa sechs bis sieben spezielle Sorten verwendet Schwartau für seine Erdbeerkonfitüren. Sie wurden u. a. durch Verbrauchertests abgesichert. Dabei müssen Sorten, die als Frischware im LEH gut ankommen, nicht unbedingt für die Konfitürenherstellung geeignet sein.


Etwa 40 Prozent der Erdbeeren kommen aus dem Umland bzw. anderen deutschen Anbaugebieten. Der andere Teil sind in der Regel Importe, größtenteils aus Polen. Rund 90 Prozent der Früchte stammen aus der EU, denn je weiter man sich von Europa entferne, umso größer könne die Rückstandsproblematik werden“, sagt Portius. Im Falle eines Falles sind die Chargen bis zum Bauer und dem Anlieferungstag rückverfolgbar. Aber bislang, so versichert er, sei beim Rückstandsmonitoring noch nie was gefunden worden.

„Regionalität trifft den Zeitgeist und viele Verbraucher wollen mehr Informationen über die Zutaten, die Qualität und Herkunft ihrer Lebensmittel“, erläutert Pressereferentin Stephanie Tron. Der Unternehmensphilosophie „Echt gut gemacht“ folgend und mit der Einbindung neuer Medien will Schwartau diesem gesteigerten Informationsbedarf gerecht werden. „Die Informationen zu den Früchten, die in unseren Produkten verarbeitet werden, sind erst der Anfang. Das langfristige Ziel ist, dem Verbraucher Hintergrund- und Detailwissen zu allen Zutaten unserer Produkte zu liefern“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung, Sebastian Schaeffer. Details über die Herkunft der Früchte liefert Schwartau den Konsumenten auf der neuen Website. Darüber hinaus erfahren Verbraucher hier Wissenswertes zu den Themen Anbau, Transport, Verarbeitung und Qualitätskontrolle. Auch wird via Facebook direkt vom Erdbeerfeld berichtet. QR-Codes auf den Etiketten der Schwartau-Extra-Gläser bieten dem Verbraucher bereits im Handel die Möglichkeit, sich zu informieren. Gut zu wissen!