Nach den Ausschreitungen und Plünderungen von Geschäften in Frankfurt am Main am Samstag und in der Nacht zum Sonntag hat der Handelsverband Hessen rasche Unterstützung für betroffene Ladenbesitzer gefordert. „Jetzt muss es zunächst darum gehen, den betroffenen Händlern schnell zu helfen und die Folgen der entstandenen Schäden bestmöglich zu begrenzen“, teilte der Verband mit. Es brauche auch eine sorgfältige Analyse und Aufarbeitung des Ablaufs am Samstag und insbesondere der Hintergründe der beteiligten Akteure.
Am Samstagabend war es nach den größtenteils friedlichen Gen-Z-Protesten in der Frankfurter Innenstadt zu Plünderungen und massiver Gewalt gegen Einsatzkräfte gekommen: 100 Polizeibeamte wurden verletzt, einer schwer. Die Ausschreitungen dauerten bis tief in die Nacht an.
Die Polizei berichtete von fünf geplünderten Geschäften. Bei den Tätern handelte es sich nach Polizeiangaben und Angaben des Innenministeriums vor allem um junge Männer mit Migrationshintergrund.
Der Verband zeigte sich „bestürzt über das Ausmaß an Gewalt, Sachbeschädigung und mutwilliger Randale“. Teilweise waren nach Darstellung des Verbandes gezielte Plünderungen kleiner, privat geführter Einzelhandelsgeschäfte zu beobachten.
Kein Raum für Zerstörungswut
Wichtig sei dabei, zu differenzieren: „Die überwiegend friedliche Demonstration der Schülerinnen, Schüler und Jugendlichen ist von den späteren Ausschreitungen und Gewalttaten zu trennen.“ Die Anliegen und Themen der jungen Menschen dürften duch die Ereignisse nicht in den Hintergrund treten, betonte der Verband.
Es habe eine Gewalt- und Zerstörungswut gegeben, „die nicht mehr primär aus politischem Protest heraus geschieht, sondern aus einer beinahe berauschenden Freude am Randalieren und Zerstören selbst. Dafür darf es in unseren Innenstädten keinen Raum geben.“