Die Stimmung im Mittelstand hat sich im Oktober zum sechsten Mal in Folge verbessert. Der Index des KfW-Ifo-Mittelstandsbarometers legte um 0,5 Zähler auf nun minus 7,8 Punkte zu. Damit bleibt der Index weiterhin im negativen Bereich. Positiv war er zuletzt vor dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022. Für den KfW-Ifo-Mittelstandsbarometer werden monatlich mehr als 9.500 Unternehmen aus allen relevanten Wirtschaftsbereichen nach ihrer aktuellen Situation und ihren Erwartungen befragt, differenziert nach Unternehmensgrößen.
Im Einzelhandel und dem Bauhauptgewerbe war die Entwiclung im Oktober am schwächsten. Doch auch hier verbesserte sich das Geschäftsklima mit plus 0,3 Zählern und plus 0,1 Zählern leicht.
„Die Öl- und Gaspreise sind zuletzt wieder stark gestiegen, und eine Lösung für den Konflikt zwischen den USA und Iran ist nicht in Sicht. Die weitere Stimmungsaufhellung in den Unternehmen ist vor diesem Hintergrund besonders positiv zu bewerten“, kommentierte Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. „Der fiskalpolitische Schub sowie die Nachfrage nach deutschen Vorleistungsgütern für den weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur dürften den Aufschwung weitertragen. Allerdings bleiben die Entwicklungen am Golf ein Risiko für die Konjunktur.“
Beschäftigungserwartungen enttäuschen
Auch das Geschäftsklima in den Großunternehmen hat sich im Oktober verbessert, von minus 13,2 Punkten im September auf nun minus 9,7 Punkte. Die Unternehmen bewerteten zwar ihre aktuelle Lage leicht schlechter als noch im September. Die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten bewegten sich aber sprunghaft nach oben.
Enttäuschend entwickelten sich im Oktober die Beschäftigungserwartungen der Unternehmen. Sowohl im Mittelstand als auch bei den Großunternehmen gab es einen Rückgang mit minus 0,2 Zählern im Mittelstand und minus 0,5 Zählern bei den Großunternehmen. Positiv ist aus KfW-Sicht dennoch, dass sich die Beschäftigungserwartungen seit dem Frühsommer ein gutes Stück erholt haben. Nach einer KfW-Prognose dürfte der Konjunkturaufschwung mit ein wenig Verzögerung auch am Arbeitsmarkt ankommen.