Die Inflationsrate in Deutschland liegt im Oktober 2026 voraussichtlich bei 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Ergebnisse mit. Gegenüber dem Vormonat September sanken die Verbraucherpreise demnach um 0,2 Prozent.
Einen wesentlichen Anteil an der Teuerung hatten laut der Mitteilung die Energiepreise. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich um 12,2 Prozent. Allerdings schwächte sich der Preisanstieg bei Energie im Vergleich zum September leicht ab: Im September 2026 hatte die Teuerungsrate für Energie noch bei 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gelegen.
Auch Nahrungsmittel verteuerten sich leicht: Hier stiegen die Preise im Oktober verglichen mit dem Oktober 2025 um 0,4 Prozent. Denselben Wert hatten die Statistiker bereits für September und Juli ermittelt, während im August das Plus bei lediglich 0,1 Prozent lag.
Die sogenannte Kerninflation – also die Preisentwicklung ohne Nahrungsmittel und Energie – lag den vorläufigen Zahlen zufolge bei 2,1 Prozent. Damit fiel sie deutlich niedriger aus als die Gesamtinflationsrate.
Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex, der internationale Vergleiche ermöglicht, stieg im Oktober 2026 nach Angaben des Statistischen Bundesamts ebenfalls um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat sank er um 0,1 Prozent.