Nachgefragt Effektive Maßnahmen - Rewe Dortmund, Edeka Hessenring, Kaufhof, Edeka Südbayern

Die Schonung von Ressourcen wie Energie und Wasser ist ein wichtiges Fokusthema innerhalb des Nachhaltigkeits-Engagements des Lebensmittelhandels. Vor allem im Bereich Technik werden neue Konzepte getestet.

Freitag, 07. Oktober 2011, 00:00 Uhr
Lebensmittel Praxis
  1. Welche Maßnahme zur Ressourcenschonung rechnet sich am schnellsten?
  2. Was tun Sie privat in Sachen Nachhaltigkeit?

{tab=Rewe Dortmund}

Heinz-Bert Zander, Vorstandssprecher Rewe Dortmund

1. In unserem Zentrallager tauschen wir sukzessive die Beleuchtung aus. Alte Neonröhren werden gegen moderne Leuchten mit dem Leuchtmittel TL5 und elektronischen Vorschaltgeräten ausgetauscht. Die Amortisationszeit liegt bei unter zwei Jahren. Auch im Einzelhandel amortisiert sich diese Maßnahme schnell. Im Bereich der Kühlungen lohnt sich die Investition in moderne Techniken. Bei bestehenden Anlagen sollte man alte Lüfter gegen moderne Energiesparlüfter austauschen. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, frequenzgesteuerte Verdichter einzusetzen. Bei Neuanlagen sollte mit Wärmerückgewinnung gearbeitet werden. Im Bereich der Gebäudetechnik lohnt es sich, eine integrierte Gebäudeleittechnik einzusetzen. Wir werden Anfang 2012 unser erstes „Green Building" in Iserlohn eröffnen. Hier arbeiten wir mit modernster Kühltechnik mit dem Kühlmittel C02. Wir beleuchten vollständig mit LED-Leuchten. Tageslichteinfall spielt eine große Rolle. Die Baustoffe sind nachhaltig und zum Lebensende des Bauwerkes gut recycelbar. So wird z. B. sehr viel Holz eingesetzt. Das ganze Objekt kommt ohne eine Heizung, die fossile Brennstoffe benötigt, aus.

2 . Wir beziehen Grünstrom und verwenden sehr viele Bio-Produkte aus dem Rewe-Sortiment.
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Hans-Richard Schneeweiß, Vorstandssprecher Edeka Hessenring

1. Das fängt doch bei den ganz banalen Sachen an, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Licht aus in Räumen, die nicht genutzt werden. Heizung nachts und am Wochenende runter. Auch mit kaltem Wasser (und Seife) werden die Hände sauber.

2. Ich halte mich an diese Regeln, und zudem esse ich auch Lebensmittel mit abgelaufenem MHD.

{tab=Kaufhof}

Thomas Storck, Geschäftsführer Galeria Kaufhof

1. In Sachen Nachhaltigkeit sind die Information und die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter zum bewussten Umgang mit Ressourcen ein zentraler Baustein unseres Engagements. Oft können schon mit vergleichsweise einfachen Mitteln beachtliche positive Effekte für die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit erzielt werden. So spart die Umstellung unserer Tragetaschen auf Recyclingmaterial sowohl Kosten als auch Ressourcen.

2. Meine Familie und ich achten aber auch privat auf Nachhaltigkeit: Lebensmittel sind bei uns zumeist solche aus biologischem Anbau, und die Kinderkleidung wurde häufig aus Bio-Baumwolle hergestellt. Außerdem wohne ich mit meiner Familie in einem Niedrigenergie-Haus.

{tab=Edeka Südbayern}

Hans-Georg Maier, Vorsitzender der Geschäftsführung Edeka Südbayern

1. Stetige Sensibilisierung der Mitarbeiter in Bezug auf den effizienten Einsatz von Energie. Denn im Arbeitsalltag haben Mitarbeiter den Hebel in der Hand, den Energieverbrauch zu begrenzen. Ohne jeden Komfortverlust und ohne Investitionskosten können dabei erfahrungsgemäß bis zu 5 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden.

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