Inhaltsübersicht
- Welche Maßnahme zur Ressourcenschonung rechnet sich am schnellsten?
- Was tun Sie privat in Sachen Nachhaltigkeit?
{tab=Edeka Südwest}
Harald Rissel, Sprecher der Geschäftsführung Edeka Südwest
1. Wir planen für jeden Um- oder Neubau ein individuelles, nachhaltiges Energie-Konzept. So pauschal können wir das also gar nicht benennen oder beziffern, schließlich sind die Voraussetzungen an jedem Standort unterschiedlich. Und die Rahmenbedingungen ändern sich mit der Zeit. Aber gerade bei diesem Thema sollte man kurzfristige Effekte sowieso nicht in den Vordergrund stellen.
2. Mir ist wichtig, das Prinzip vorzuleben und mit gutem Beispiel voranzugehen – beruflich und privat. Für mich fängt das schon bei vielen kleinen Dingen wie dem Konsum regionaler und saisonaler Lebensmittel an. Aber: nicht die einzelne Maßnahme zählt, sondern die Summe aller Aktivitäten.
{tab=Metro}
Dr. Michael Inacker, Vorsitzender Nachhaltigkeitsrat, Metro Group
1. Unser konzernweites Energiemanagement zählt zu den erfolgreichsten Stellschrauben unseres „nachhaltigen" Engagements. Wir haben unseren Energieverbrauch pro qm Verkaufsfläche 2010 um 2 Prozent verringert. Oft sind es einfache Maßnahmen, die Umwelt und Betriebskosten zu Gute kommen: So lässt sich der Energieverbrauch eines Verkaufsstandortes allein durch energiebewusstes Verhalten der Mitarbeiter um bis zu 10 Prozent verringern. Dazu schulen und motivieren wir unsere Mitarbeiter.
2. Privat konsumiere ich bewusst und versuche, dies auch meinen beiden Kindern zu vermitteln. Bei Obst, Gemüse und Fleisch achten wir z.B. auf Bio-Qualität, bei Fisch auf das MSC-Siegel.
{tab=Edeka Nord}
Carsten Koch, Geschäftsführer Edeka Nord
1. Wir haben als Genossenschaft eine generationenübergreifende Verantwortung in Sachen Werteschaffung und Werteerhalt. Es handelt sich also prinzipiell um eine Zielsetzung mit extremer Langfristigkeit, die über Klimaschutz und C02-Themen weit hinausgeht. Am schnellsten rechnen sich auf Einzelhandelsebene folgende Maßnahmen: Photovoltaik, Energieeinsparung durch bauliche Veränderungen und Wärmerückgewinnung. Auf Großhandelsebene gilt dasselbe, ergänzt um Einsparungspotenziale im Bereich von Logistik und Fuhrpark.
2. Ich bin Hobbyforstwirt und versuche über eine entsprechende Bewirtschaftung, reichlich neue Bäume zu pflanzen.
{tab=DM Drogerie-Markt}
Erich Harsch, Vorsitzender der Geschäftsführung DM Drogerie-Markt
1. Tendenziell natürlich, aufgrund des Multiplikatoreffekts, die Maßnahmen in unseren mehr als 1.250 dm-Märkten in Deutschland, zumal wir dort auch die meisten Menschen erreichen können. Und die Wirkungen im Bewusstsein der Menschen sind das eigentlich Entscheidende, denn es geht nicht um Rechenexempel, sondern um Investitionen in unsere Zukunft. Daran muss man glauben – und nicht aufwendige Kosten/Nutzen-Rechnungen erstellen. Deshalb engagieren wir uns zusammen mit der Deutschen UNESCO-Kommission für tausende Nachhaltigkeitsinitiativen. Je mehr Menschen ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit bilden und sich persönlich einbringen, desto schneller wird das Thema auch wirtschaftlich. Wir arbeiten natürlich auch intensiv an unseren internen Projekten wie z.B. der hundertprozentigen Umstellung auf Ökostrom der Elektrizitätswerke Schönau für unsere dm-Märkte oder unsere Recyclingsysteme in den Verteilzentren und den Märkten sowie viele weitere Maßnahmen zur Res sourcenschonung in der Supply Chain.
2. Als Privatmensch versuche ich stets, mir Zeit zu nehmen für Menschen, die mir wichtig sind und die mir soziale und menschliche Verbundenheit geben. Und ich steige gerne statt ins Auto öfter mal aufs Rad. Beim Konsum achte ich darauf, keine verschwenderischen Wegwerfreste zu hinterlassen und nutze natürlich die Bio-Lebensmittel unseres tollen Alnatura-Sortiments.
