Recht Fallstrick!

Bei Werbung mit durchgestrichenen Preisen muss der Händler große Vorsicht walten lassen.

Donnerstag, 25. August 2011 - Management
Lebensmittel Praxis

Werbeanzeigen für Einführungsangebote mit durchgestrichenen Preisen müssen eine zeitliche Begrenzung beinhalten. Bei der Einführung eines neuen Produkts sollen Kunden oft mit günstigen Einstiegspreisen gelockt werden. Diesen werden in der Werbung manchmal durchgestrichene höhere Preise gegenübergestellt, um das günstige Angebot besonders deutlich zu machen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten.

Erlaubt ist eine so gestaltete Werbung nur, wenn schon in der Anzeige klar gemacht wird, wie lange das Einführungsangebot gelten soll und ab wann die durchgestrichenen höheren Preise verlangt werden. Geschieht dies nicht, liegt ein Wettbewerbsverstoß vor. Denn die Voraussetzungen für eine Verkaufsförderungsmaßnahme müssen in der Werbung klar und eindeutig angegeben sein. Außerdem darf keine Irreführung des Verbrauchers vorliegen. Soll mit durchgestrichenen Preisen geworben werden, muss man deutlich machen, worauf sich diese beziehen. Handelt es sich dabei um den regulären Preis, den der Händler nach Abschluss des Einführungsangebots verlangen will, muss er angeben, ab wann das der Fall sein wird (BGH, 17.3.2011, I ZR 81/09).

Aus der Praxis