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Weiterbildung Azubis im Ausland

Steinheuer, Keppler, Voß | 29. Juni 2011

Zwei Auszubildende von Rewe-Kaufmann Dietmar Tönnies aus Odenthal sammelten während eines vierwöchigen Praktikums in Märkten der englischen Handelskette Morrisons Auslandserfahrung.

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Was Maria Voß und Sven Keppler in Liverpool erlebt haben, was ihnen das Ganze gebracht hat, und welche Tipps sie für andere Azubis haben, die ebenfalls planen, ein Auslandspraktikum zu machen, lesen Sie hier. Die beiden jungen Leute haben exklusiv für die LP eine Art Tagebuch verfasst. Auszüge davon sowie viele allgemeine Infos und Fotos aus den Morrisons-Märkten in LP 13/2011, S. 70/71.

Bilder

Die Fotos stammen von Maria Voß und Sven Keppler.

Weitere Infos

Mehr Informationen zum britischen Handelsunternehmen Morrisons unter www.morrisons.co.uk oder auf Facebook

Mehr Informationen rund ums Thema Auslandspraktika unter
http://ec.europa.eu/education/languages/funding/index_de.htm
http://www.na-bibb.de/suche.php?suchwort=leonardo

Dietmar Tönnies, Rewe Tönnies oHG, Altenberger-Dom-Str. 42, 51519 Odenthal, Telefon 02202/7557

Tagebuch-Notizen von Sven Keppler

Samstag 5.2.
(...) Tag der Anreise: Es war ein furchtbarer Tag, erst der Abschied von der Familie, dann verspäteter Check In, weitere Verspätung beim Start am Flughafen KölnBonn. (...) Dann vom Flughafen in Liverpool in den Bus. Nachdem wir den Bus verlassen hatten, mussten wir das Hostel suchen. Furchtbar, denn es hat geregnet wie aus Eimern. Im Hostel dann der erste Schock: Angeblich haben wir nur 19 Nächte gebucht, obwohl wir 29 Nächte bleiben wollen. Über das Zimmer will ich erst gar nicht reden! Aber es gab auch Glücksgefühle an diesem Tag, denn der FC dreht ein 2:0 gegen die Bayern in ein 3:2!

Sonntag 6.2.
Es war eine schlimme Nacht, es war total laut auf dem Flur, und ich konnte kaum schlafen, meine Gedanken am nächsten Morgen waren „ich will nach Hause". Dann etwas die Stadt angeschaut, naja eher nur etwas die Umgebung, aber sieht echt cool hier aus. Abends dann auf dem Zimmer, endlich einen Fernseher, der funktioniert, aber keinen richtigen Kleiderschrank, das heißt: Vier Wochen aus dem Koffer leben.

Montag 7.2.
Das erste Mal zur Arbeit fahren, nervös und gespannt! Der erste Eindruck auf der Arbeit: „Ist das alles riesig hier". Morrisons in England ist wie ein Real oder Kaufland bei uns in Deutschland. Eine erste Einführung, was man bei der Arbeit zu tragen hat und wie, dann eine Führung durch den Laden und all die Sachen, die man so am ersten Tag macht. Dann beginnt die Arbeit: Nervosität macht sich breit. Ich verstehe nichts oder kaum was, aber es wird besser!

Dienstag 8.2
Der erste richtige Arbeitstag: angespannt! Aber alle, die mit mir arbeiten, sind nett und haben Geduld mit mir, wenn ich etwas auf Anhieb nicht verstehe. Aber so langsam wird es besser mit der Sprache, teilweise denke ich schon auf Englisch.

Mittwoch 9.2
Heute freue ich mich, hier sein zu dürfen, aber Deutschland schwirrt immer im Kopf rum. Auf der Arbeit darf ich erste Sachen erledigen, ohne jemanden bei mir zu haben. Es macht mich stolz, am zweiten Tag schon so viel Vertrauen gewonnen zu haben. Mal gucken wie es weiter geht.

Donnerstag 10.2
Heute wieder bei den Magazinen und den Elektrosachen gearbeitet, hat wieder viel Spaß gemacht. Mit meinen Kollegen habe ich mich heute über Gott und die Welt unterhalten, und es läuft immer besser hier.

Freitag 11.2.
(..) Heute habe ich Masterbags von CDs und DVDs gemacht und alles Mögliche ins Regal geräumt. Die erste Arbeitswoche war doch ganz gelungen, alle sind nett, und ich komme hier gut zu recht.