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Energiemanagement Mehr Leistung, weniger Verbrauch

Bernd Liening | 13. September 2018

Moderne Technologien versprechen eine deutliche Energieeinsparung. Wir zeigen, mit welcher Art von Anlagen Lebensmittelhändler ihre Effizienz besonders stark verbessern können.

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Am Handel liegt es nicht, wenn Deutschland seine Klimaziele bis 2020 verfehlt. Statt der geplanten Reduktion der klimaschädlichen Emissionen um 40 Prozent von 1990 bis 2020 werden es wohl nur 32 Prozent werden, so der aktuelle „Klimaschutzbericht 2017“ des Umweltministeriums. Der deutsche Einzelhandel hingegen hat seinen CO2-Ausstoß bereits 2016 im Vergleich zu 1990 mehr als halbiert (-54 Prozent).

Das zeigen die detaillierten Daten, die der Handelsverband Deutschland (HDE) in seinem Kompendium „Auf dem Weg zum klimaneutralen Einzelhandel“ zusammen getragen hat. Damit hat der Handel sogar das aktuelle Klimaschutzziel für 2030, nämlich die Senkung der Treibhausgase um 55 Prozent im Vergleich zu 1990, schon fast erfüllt.

Vorreiter Handel

Der deutsche Einzelhandel hat seinen CO2- Ausstoß bereits 2016 im Vergleich zu 1990 mehr als halbiert (-54 Prozent).

Allein seit 2013 haben die deutschen Händler laut HDE rund 500 Millionen Euro in Energieeffizienz investiert. Anfangs hätten insbesondere die großen Filialisten Pionierarbeit für die ganze Branche geleistet: „Sie haben ihr Energiemanagement kontinuierlich verbessert, den teuren Umstieg auf natürliche Kältemittel sowie LED-Technologie vorgenommen und dabei ihre Kompetenzen und Ressourcen in zentralen Effizienzabteilungen so gebündelt, dass deutliche Strom- und Energieeinsparungen realisiert werden konnten.“

Nachhaltiger Ladenbau
Aber auch die selbstständigen Händler ziehen längst, vor allem bei Neubauten, alle Register eines nachhaltigen Ladenbaus, wie die zahlreichen Referenzobjekte der Ladenbauer und Ausrüster zeigen. Ganz unabhängig vom ökologischen Ehrgeiz der Marktbetreiber und Bauherren treiben aber auch die Laden- und Anlagenbauer die nachhaltige Entwicklung voran: Mit jedem Austausch einer älteren technischen Komponente gegen eine moderne sinkt quasi automatisch der Energieverbrauch und CO2-Ausstoß – allein aufgrund der permanenten Effizienzverbesserung im Zuge der technischen Weiterentwicklung.

Einsparpotenziale werden im Lebensmittel-Einzelhandel (LEH) vor allem auf drei Ebenen gehoben: Kältetechnik, Beleuchtung und sonstige Gebäudetechnik. Die Kälteerzeugung verursacht im LEH den höchsten Stromverbrauch. Laut der „Energiestudie 2017“ des EHI Retail Instituts stellt sie im Lebensmittelhandel mit 46 Prozent den größten Stromverbraucher, gefolgt von der Beleuchtung mit 25 Prozent. Bei der Beleuchtung ist, bis auf technisch bedingte Ausnahmen, die energiesparende LED-Technologie mit inzwischen ausgereiften Lösungen für die unterschiedlichen Beleuchtungsansprüche in den einzelnen Abteilungen der Lebensmittelmärkte zum Standard geworden. So hat Edeka schon vor Jahren gemeinsam mit eigenen Fachleuten und Herstellern LED-Beleuchtungskonzepte entwickelt, die nicht nur in neuen, sondern auch in bestehenden Märkten zum Einsatz kommen. Die LED-Technik senkt den Verbrauch gegenüber herkömmlichen Konzepten um etwa 30 Prozent.