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Obst Beeren - Mimosen

Heidrun Mittler | 15. Juni 2012

Schnell muss es gehen, wenn man Beeren verkauft – bei ungünstigen Bedingungen – von einem auf den anderen Tag.

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Schon bei der Ernte wird dieses Motto umgesetzt: Beeren werden nach wie vor von Hand gepflückt. Das ist zwar mühsam und teuer, aber bei den empfindlichen Früchten unbedingt notwendig. Konkret bedeutet das, dass die Erntehelfer morgens früh aufs Feld oder in die Plantage fahren (je nachdem, ob es sich um am Boden liegende Stauden wie bei Erdbeeren oder um Sträucher wie bei Johannisbeeren handelt). Dann pflücken sie die reifen Beeren und legen sie direkt in die Verkaufsverpackungen.

Anschließend werden die Früchte auf schnellstem Weg an die Verkaufsstellen geliefert, damit die Ware tagesfrisch verkauft werden kann. Eine kurze Entfernung zwischen Anbau und Verkauf ist von entscheidender Bedeutung – Ware aus der Region hat einen Frische-Vorteil.

Was für die Erntehelfer eine Selbstverständlichkeit ist, sollten auch die Mitarbeiter in der Obst- und Gemüse-Abteilung beherzigen: Die Früchte dürfen nicht gedrückt und auf gar keinen Fall gestapelt werden. Man sollte sie möglichst wenig anfassen, um Beschädigungen zu vermeiden. Manche selbstständige Kaufleute gehen bei solch’ empfindlichen Erzeugnissen wie Beeren sogar wieder zur Bedienung zurück, damit die Ware ordnungsgemäß behandelt (und nicht von ignoranten Konsumenten umgepflügt) wird.


Vorteilhaft ist eine kühle Raumtemperatur im Verkaufsraum. Am besten platziert man nur eine kleine Menge in der Abteilung und füllt die Präsentation mehrmals am Tag wieder auf. Der große Teil der Ware kann dann geschützt im kühlen Lager stehen.

Das Argument gilt natürlich auch für die Anlieferung: Beeren dürfen niemals auf der Rampe geparkt werden und dort in der Sonne schmoren! Sonst überhitzen sie und werden schnell überreif. Immer daran denken: Beeren sollten innerhalb eines Tages verkauft werden!