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Warenverkaufskunde Babypflegeprodukte

Hedda Thielking | 05. März 2019

Mit einem interessanten Sortiment an Babypflegeprodukten können Händler vor allem junge Familien an sich binden. Warum es spezielle Cremes, Waschlotionen und so weiter für Babys und Kleinkinder gibt, und was sie auszeichnet, lesen Sie in dieser Warenverkaufskunde.

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Der feine Unterschied
Dass Babyhaut viel empfindlicher ist als Erwachsenenhaut, wissen viele Eltern. Doch worin liegen die Unterschiede? Die wichtigsten Fakten für ein Kundengespräch im Überblick. Eltern möchten für ihre Sprösslinge bekanntlich nur das Beste, auch was die Körperpflege angeht. Vor allem Mütter und Väter von Erstgeborenen sind häufig verunsichert, ob und welche Cremes oder Waschlotionen für ihr Kind sinnvoll sind. Wenn sie für ihren Sprössling Pflegeprodukte verwenden möchten, sollten Händler ihnen zu solchen raten, die auf die speziellen Hautbedürfnisse von Babys und Kleinkindern abgestimmt sind. Bevor in dieser Warenverkaufskunde darauf näher eingegangen wird, vorab ein paar grundlegende Informationen zum Aufbau und zu den Funktionen der Haut.

Aufbau der Haut
Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers, das wichtige Funktionen übernimmt: Die Haut dient als Sinnesorgan zum Fühlen. Sie bietet mechanischen Schutz gegen Stoß und Druck und schützt zudem vor unerwünschten Keimen und Schadstoffen. Schließlich erfolgt auch die Temperaturregelung des Körpers über die Haut. Sie besteht im Wesentlichen aus drei Schichten:
Oberhaut: Sie besteht wiederum aus mehreren Schichten, unter anderem einer dicken Hornschicht. Diese schützt vor allem vor äußeren Einflüssen. Dafür sind in erster Linie die Hornzellen und Wasser, das von den darunterliegenden Schichten gebildet wird, verantwortlich. Die Hornschicht wird vom Körper regelmäßig erneuert.
Lederhaut: Sie ist die dickste der drei Hauptschichten. Die Lederhaut schützt vor allem vor Temperaturschwankungen und mechanischen Einflüssen. In der Lederhaut befinden sich die Schweiß- und Talgdrüsen, die Lipide (Fette) bilden. Schweiß (Wasser) und Lipide werden an die Hautoberfläche abgeben. Lipide sorgen dafür, dass die Haut nicht so schnell austrocknet.
Unterhaut: Sie besteht hauptsächlich aus Fettzellen und schützt die noch tiefer liegenden Schichten vor Kälte, Hitze und mechanischem Druck.

Baby- und Erwachsenenhaut
Wesentliche Unterschiede zwischen Erwachsenen- und Babyhaut sind:
Die Oberhaut und insbesondere die Hornschicht, die als äußerste Hülle eine wichtige Rolle für die Barrierefunktion spielt, sind in den ersten Monaten dünner als beim Erwachsenen und reagiert somit empfindlicher auf Reize.
Schweiß- und Talgdrüsen sind noch nicht voll entwickelt. Das Baby kann noch nicht richtig Schwitzen und auch die Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren.
Da Schweiß- und Talgdrüsen unvollständig ausgebildet sind, funktioniert auch der Säureschutzmantel noch nicht. Der höhere pH-Wert nach der Geburt kann zum Beispiel im Windelbereich Hautirritationen verstärken.
Babyhaut kann im Vergleich mit Erwachsenenhaut in kürzerer Zeit mehr Wasser aufnehmen, gibt dieses aber auch schneller wieder ab.
Die oberste Hautschicht bei Babys weist einen geringeren Gehalt an natürlichen Feuchthaltefaktoren auf. Somit ist die Haut potenziell durchlässiger.
Aufgrund der besonderen Eigenschaften der empfindlichen Babyhaut müssen Pflegeprodukte für diese junge Altersgruppe darauf abgestimmt sein.

Babypflege: Kategorien
Die Warengruppe Babypflege teilen Marktforscher von Nielsen in die Segmente Tücher, Waschen, Creme und Wundschutz. Betrachtet man die jeweiligen Umsätze, haben die Tücher die größte Bedeutung, da sie gut die Hälfte des Gesamtumsatzes in dieser Warengruppe ausmachen. Auf Platz zwei liegt die Produktgruppe Creme, gefolgt von den Kategorien Waschen und Wundschutz:
Tücher: Hier unterscheidet man Feucht- und Trockentücher. Feuchttücher werden meistens zur Reinigung des Windelbereiches verwendet. In der Regel sind sie auch zur Reinigung von Gesicht und Händen geeignet. Trockene Tücher eignen sich beispielsweise zum Trockentupfen von Po und Händen.
Waschen: Produkte zum Duschen, Baden und Haarewaschen dienen in erster Linie zur Hautreinigung.
Creme: Cremes und Lotionen können die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und zur Rückfettung beitragen.
Wundschutz: Öle werden in erster Linie zur Reinigung des Windelbereichs verwendet, Cremes und Puder können vor einem wunden Po schützen.
Diese Produktkategorien gehören gleichzeitig zum Grundsortiment im Lebensmittel-Einzelhandel (LEH). Die Sortimentsgestaltung hängt von der Kundenstruktur und der zur Verfügung stehenden Regalfläche ab.
Produkte zum Waschen und Cremen gehören mit den Tüchern zum Standardsortiment.
Bei Babys kann es einige Monate dauern, bis sich der Säureschutzmantel gebildet hat. Er dient dazu, dass sich schädliche Keime auf der Haut nicht so schnell vermehren.
Badeschaum kann ein Bad zum Vergnügen machen.