Warenverkaufskunde Brotaufstriche - WVK Brotaufstriche: Teil 3

Vegetarische und vegane Brotaufstriche sind perfekt, um sich zu als Händler zu profilieren. Ein wenig Fachwissen gehört dazu: Sortiment, Zielgruppe und auch die Vermarktung haben ihre Eigenheiten. Informationen und Tipps für die Praxis.

Donnerstag, 11. August 2016 - Warenkunden
Hedda Thielking
Artikelbild Brotaufstriche - WVK Brotaufstriche: Teil 3
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Inhaltsübersicht

Breit aufstellen

Händler sollten beim Verkauf von alternativen Brotaufstrichen mehrere Zielgruppen ansprechen. Breit aufstellen lautet hier die Devise.

Einige Hersteller machen es vor: Sie haben nicht nur Vegetarier und Veganer als Zielgruppen im Visier, sondern auch Flexitarier. Hinzu kommen Verbraucher, die sich vielseitig ernähren wollen, nur ab und an Appetit auf pflanzliche Alternative haben. Dies sollten Händler bei Sortimentsgestaltung, Warenpräsentation und Kundenansprache berücksichtigen. Ein paar Tipps.

Aufstriche präsentieren Welches Präsentationskonzept der Händler im Regal bzw. im Kühlregal verfolgt, hängt unter anderem von der Kundenstruktur und der zur Verfügung stehenden Fläche ab. Es gibt folgende Möglichkeiten: Das Gros an Aufstrichen zählt zum Trockensegment. Händler können diese Produkte zum einen klassisch in das Standardsortiment der Feinkostabteilung integrieren. Ein Beispiel: Hummus kann im Bereich der Oliven, Aioli, Antipasti etc. oder bei den Brotaufstrichen oder Feinkostsalaten präsentiert werden.

Wichtig ist nur, dass die Kunden die vegetarischen, veganen Alternativen schnell ausfindig machen können. Das gelingt beispielsweise mithilfe von Regalstoppern. Zum anderen besteht die Möglichkeit, die Produkte in einem separaten Veggie-Regal anzubieten. Diese Variante hat jedoch den Nachteil, dass überwiegend Vegetarier und Veganer dieses Regal gezielt aufsuchen. Die meisten anderen Kunden gehen vermutlich daran vorbei. Eine dritte Möglichkeit: Wer entsprechende Verkaufsflächen zur Verfügung hat, kann ein Veggie-Regal auch als Zweitplatzierung nutzen. Hier findet der Kunde nicht nur Brotaufstriche, sondern beispielsweise auch Fleischersatzprodukte. Deckenhänger können hier für Aufmerksamkeit sorgen.

Frische Aufstriche gehören natürlich ins Kühlregal. Auch diese Produkte können entweder im Umfeld von klassischen Brotaufstrichen oder in einem eigenen vegetarischen und/oder veganen Regalmeter zusammen mit vegetarischem Aufschnitt und Tofu platziert werden. Im Prinzip gelten hier die gleichen Vor- und Nachteile wie im Trockensegment.

Regal unter Kontrolle

Eine regelmäßige MHD-Kontrolle und das First-in-first-out-Prinzip sind auch bei diesen Brotaufstrichen zu berücksichtigen. Bei kühlpflichtigen Aufstrichen ist zusätzlich auf die Einhaltung der Kühlkette zu achten.