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GS1 Germany Neue E-Fleischbehälter vorgestellt

Lebensmittel Praxis | 06. Juni 2013

Die Fleischbranche hat unter dem Dach von GS1 Germany eine Empfehlung für optimierte E-Fleischbehälter verabschiedet. Ab Juli wird die Branche allmählich die rd. 400 Mio. im Markt vorhandenen bisherigen roten Fleischbehälter durch hellblaue und an die aktuellen logistischen Erfordernisse angepasste Behälter austauschen.

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Beim „Branchentag Fleisch + Wurst", den GS1 Germany gemeinsam mit der LEBENSMITTEL PRAXIS am 4. und 5. Juni veranstaltet hat, wurde die neue Generation E-Fleischbehälter präsentiert. „Ein großes Plus für den Verbraucherschutz bietet die neue Färbung der Fleischbehälter", ist Angela Schillings-Schmitz, Senior Branchenmanagerin Fleisch bei GS1 Germany, überzeugt. „Durch den klaren Kontrast zur Produktfarbe lassen sich Fremdkörper leichter erkennen."

Damit Etiketten möglichst gut haften und sich beim Reinigen einfach ablösen lassen, wurde ein Noppenfeld integriert. Zusätzlich wird künftig bereits während der Produktion der Behälter ein Kunststoffetikett eingebettet. Das sogenannte Inmould-Label trägt die serialisierte GS1 Nummer GRAI (Global Returnable Asset Identifier). Sie gewährleistet die eindeutige Identifikation und Verfolgbarkeit der Behälter und der darin transportierten Ware.

Über virtuelle Zertifikate können außerdem zusätzliche Informationen, etwa zur Lebensmittelkonformität, oder Waschprotokolle mitgegeben werden. Möglich gewesen wäre auch die Einbettung eines RFID-Chips – das lehnte das Branchen-Gremium jedoch aus Kostengründen ab.

Neu ist auch: Für eine bessere Reinigung sind die neuen Behälter so gestaltet, dass es keine sogenannten toten Ecken, in denen sich Schmutz und Wasser sammeln, mehr gibt. Durch eine veränderte Geometrie der Behälter-Ecken wurde zudem die Förderanlagen-Tauglichkeit deutlich verbessert. Außerdem sollen sich die Böden erst später und langsamer durchbiegen. Ergonomisch geformte Griffe erleichtern das Handling.

GS1 Germany übernimmt die Koordination des Zulassungs- und Überwachungsverfahrens sowie die Vergabe der Zulassungsnummer für alle zertifizierten Hersteller.