Im Fokus steht der so genannte Erlebniseinkauf. Dafür wird die Zahl der Artikel reduziert. Wie bei Ikea kann der Kunde zwischen einem kurzen und einem langen Rundgang wählen. Statt der Warengruppengänge prägen das Bild neun Sortimentsbereiche, unter anderem Frischeprodukte (Obst und Gemüse, Sushi), Schönheit (samt Kosmetikbar und Typberatung), Babyartikel, Haushaltsdekoration, Kultur. Für den Verkauf von Musik etc. hat die Kette Virgin einen eigenen Shop eingerichtet. Mit dem Konzept will Carrefour-Chef Lars Olofsson die anhaltende Verkaufsschwäche der Mega-Stores überwinden. . Im zweiten Quartal sanken die Umsätze der Carrefour-Märkte um 2,7 Prozent, im ersten um knapp 5 Prozent. Die Hypermarchés machen die Hälfte des europäischen Carrefour-Umsatzes aus. Allein auf die 230 französischen Hypermarchés entfallen 22,5 Prozent Umsatzanteil. Olofsson ist der dritte Konzernlenker, der das Ruder herumreißen soll. Olofsson ordnete ein Sparprogramm an: Bis 2012 müssen 3,1 Mrd. Euro eingespart werden. Jetzt widmet er sich der Dauerbaustelle Hypermarché. Dafür hat sich Olofsson Hilfe geholt und den Topmanager James McCann vom britischen Konkurrenten Tesco abgeworben. Der ist nun Frankreich-Chef. Das Konzept der alten Mega-Stores, in denen es vom Fahrrad über Lebensmittel bis zum Pullover alles gibt, hatten die Franzosen vor rund 50 Jahren in Europa eingeführt. Doch Spezialisten (H&M und auch Lebensmittel-Discounter wie Aldi) lassen das „alte“ Konzept alt aussehen. Ab 2011 will Carrefour 200 seiner 230 französischen Märkte auf das neue Konzept umstellen. Erst in fünf Jahren soll über Erfolg oder Misserfolg geurteilt werden.
Carrefour Radikal neues Konzept für Hypermarchés
Lange und nach Warengruppen geordnete Gänge gibt es in den neuen Hypermarchés von Carrefour nicht mehr. Der Handelskonzern (weltweit die Nummer Zwei nach dem US-Riesen Wal Mart) will mit einem radikal neuen Konzept Kunden in seinem Heimatland Frankreich zurückgewinnen. In Ecully bei Lyon sowie im nahen Venissieux soll das Ganze getestet werden.
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