Social-Media-Trends Von DIY-Kebab bis Functional Limo – diese drei Social-Hypes treiben jetzt Frequenz und Umsatz

Hintergrund

Social-Media-Trends beeinflussen das Geschäft immer stärker. Welche Hypes das Potenzial haben, Sortimente zu verändern.

Mittwoch, 07. Januar 2026, 07:40 Uhr
Lina Arnold
Artikelbild Von DIY-Kebab bis Functional Limo – diese drei Social-Hypes treiben jetzt Frequenz und Umsatz
Im Trend: Hackfleisch auf Backpapier ausrollen.
Ballaststoff-Limo soll übliche Limonade ersetzen. Bildquelle: Screenshots

Homemade Kebab

Der virale Kebab-auf-Backpapier-Trend zeigt, wie Social-Media-Rezepte innerhalb kürzester Zeit reale Kaufimpulse auslösen können, sogar an der Fleischtheke. Viele Kunden wollen den Trend zu Hause nachkochen und greifen dafür gezielt zu frischem Hackfleisch. Für Fleischtheken entsteht daraus eine unerwartete Chance. Sie können den Hype aktiv bespielen, eigene Rezeptideen anbieten und sich als erste Anlaufstelle für das perfekte DIY-Kebab positionieren. Händler können passende Fleischsorten, Cuts oder Gewürzmischungen hervorheben, kurze Videos direkt aus der Theke drehen oder lokale Creators einladen, den Trend mit Produkten aus dem Markt nachzukochen. Wird der Trend clever aufgegriffen, verwandelt sich ein kurzlebiger Social-Media-Moment in einen echten Frequenz- und Umsatztreiber, und die Fleischtheke rückt wieder stärker ins Bewusstsein der Kunden.

Zurück zu echten Begegnungen

Offline-Aktivierungen und Community-Events gewinnen im Food-Bereich rasant an Bedeutung, weil Marken immer deutlicher spüren, dass echte Nähe dort entsteht, wo Menschen sich wirklich treffen. Pop-up-Stores, Verkostungen, lokale Workshops oder kleine Nachbarschaftsfeste schaffen genau den Raum, den sich viele Konsumenten wünschen: authentische, erlebbare Momente jenseits des digitalen Dauerrauschens. Der Trend zeigt klar, dass Food längst nicht mehr nur Produkt, sondern soziales Erlebnis ist. Für Marken im Lebensmitteleinzelhandel eröffnet das enormes Potenzial. Sie können ihre Produkte emotionaler inszenieren, lokale Communitys aktivieren und Kunden wieder stärker an die stationäre Fläche binden. Entscheidend ist, nicht nur Produkte auszustellen, sondern echten Mehrwert zu liefern, beispielsweise in Form von Austausch mit Experten, Mini-Masterclasses von der Käse-Sommelière oder Kooperationen mit regionalen Food-Creators. Wer solche Formate clever nutzt, schafft Wiedererkennung und baut eine Beziehung auf, die weit über den Regalplatz hinausgeht.

Functional Foods

Healthification bleibt einer der größten Trends im Lebensmittelbereich. Aktuell verschiebt sich der Fokus auch auf funktionale Lebensmittel, die klare Vorteile für Körper und Geist bieten. Produkte, die die Immunabwehr stärken, die Verdauung verbessern, Stress reduzieren oder mentale Klarheit fördern, gewinnen stark an Bedeutung. Kombiniert mit einem nüchternen, wissenschaftlich und medizinisch inspirierten Erscheinungsbild entsteht eine neue Vertrauensdimension. Verbraucher suchen zunehmend nach faktenbasierter Orientierung und wollen Produkte, die transparent in Inhaltsstoffen und Wirkung kommuniziert werden. Für Marken bedeutet das, klare Botschaften zu vermitteln, das Design reduziert und vertrauenswürdig zu gestalten und funktionale Produkte als Teil des Alltags zu positionieren. Functional Foods dringen zunehmend in den Mainstream vor. Auch Händler, die frühzeitig glaubwürdige Kompetenz aufbauen, zum Beispiel durch passende Angebote in der Handelsgastronomie, können von der steigenden Gesundheitsorientierung langfristig profitieren.

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Bild öffnen Im Trend: Hackfleisch auf Backpapier ausrollen.

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