Wie bereits in den Vormonaten wurde die allgemeine Inflationsrate auch im April maßgeblich von der Preisentwicklung bei Energie bestimmt (plus 5,8 Prozent gegenüber April 2011). Die Preise für Nahrungsmittel lagen im April mit plus 3,0 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau.
Binnen Jahresfrist wurden vor allem Fleisch und Fleischwaren teurer (plus 5,9 Prozent; darunter Lammfleisch: plus 12,2 Prozent; Fleischwurst: plus 8,8 Prozent). Auch für Süßwaren (plus 4,7 Prozent; darunter Zucker: plus 22,0 Prozent; Schokoladenriegel: plus 4,7 Prozent), Fisch und Fischwaren sowie für Brot und Getreideerzeugnisse mussten die Konsumenten jeweils 4,3 Prozent mehr bezahlen.
Günstiger waren im Jahresvergleich dagegen Gemüse (minus 1,9 Prozent; darunter Kartoffeln: minus 20,1 Prozent). Die Preisentwicklung bei Speisefetten und Speiseölen (minus 0,8 Prozent) war im Wesentlichen auf die seit November 2011 beobachteten Preisrückgänge bei Butter zurückzuführen. Butter war im April 2012 um 11,6 Prozent billiger als vergleichbaren Vorjahresmonat.
Darüber hinaus verteuerten sich alkoholfreie Getränke (plus 3,0 Prozent), Kaffee (plus 5,4 Prozent) und Tabakwaren (plus 6,4 Prozent), letztere in Folge der Tabaksteuererhöhungen zum Mai 2011 und zum Januar 2012.
Verbraucherpreise April Kartoffeln und Butter billiger
Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im April 2012 um 2,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum März 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 0,2 Prozentpunkte.
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