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Fish international Wie öko ist mein Fisch?

Lebensmittel Praxis | 21. Dezember 2011

Nachhaltiger Fischfang und die Zertifizierung von Fischzüchtern sind wichtige Themen auf der fish international in Bremen, Deutschland einziger Fachmesse für Fisch und Meeresfrüchte.

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Die Hälfte der in Deutschland verkauften Fische aus Wildfang soll derzeit schon aus nachhaltigem Fischfang stammen. Das wäre eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Das blau-weiße Emblem des Marine Stewardship Council (MSC) prangt mittlerweile auf immer mehr Produkten. Andererseits zeichnen Meeresbiologen ein düsteres Bild über den Zustand der Ozeane. Immerhin 85 Prozent der Fischbestände seien überfischt oder von Überfischung bedroht, so der WWF. Dabei rückt die Zertifizierung von Fischzüchtern immer stärker in den Fokus.

Auf der Messe werden verschiedene Organisationen präsent sein, darunter der noch junge Aquaculture Stewardship Council, der voraussichtlich die ersten ASC-zertifizierten Tilapien präsentiert. Zudem sind viele engagierte Erzeuger dabei. Die Hamburger Gottfried Friedrichs KG war 2002 das erste Unternehmen, das geräucherten Alaska-Wildlachs mit dem Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) in Deutschland anbot. Auf die fish international bringt das traditionsreiche Unternehmen unter anderem Glacier Bay Wildlachs mit, der bei der jährlichen Konsumentenstichprobe der LEBENSMITETL PRAXIS zum Fischprodukt des Jahres 2012 gewählt wurde.

Das Friedrichshafener Unternehmen fish & more wiederum vertreibt unter dem Label followfish ausschließlich Ware mit MSC- oder Bio-Zertifikat. Nach Bremen bringt das Unternehmen auch russischen Zander mit. Die Fangmethoden werden gerade so ausgelegt, dass sie voraussichtlich Ende kommenden Jahres das MSC-Siegel bekommen können.

Ein weiterer Schwerpunkt ist Süßwasserfisch aus deutscher und internationaler Produktion – zum Beispiel stellt das Global Fish Barramundi vor, einen australischen Fisch, den das Unternehmen in Polen in Kreislaufanlagen zieht und in Deutschland einführen will. Unter dem Motto „Mittendrin und live dabei – in der Lachsräucherei" sehen Besucher eine Produktionsstrecke von der Filetierung bis zur Verpackung. Daran beteiligt sich das Bremer Unternehmen Red Arrow, das soeben gemeinsam mit einem Forschungsinstitut für Mikrobiologie einen Rauch entwickelt hat, der Listerien in Räucherlachs auf ein akzeptables Maß eindämmt. Immer wieder einmal gerät Lachs bislang wegen der für manche Menschen gefährlichen Bakterien in die Schlagzeilen.

Weitere Informationen über die Messe, die vom 12. bis 14. Februar zum 13. Mal in Bremen stattfindet, finden Sie hier.