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Bundesverband Fisch Keine Entspannung bei Heringspreisen

Lebensmittel Praxis | 06. Dezember 2011

Der Bundesverband Fisch in Hamburg sieht derzeit keine rückläufige Tendenz bei den Rohwarenpreisen für Hering. Grund: Eine insgesamt wachsende globale Nachfrage (u.a. Russland und einige afrikanische Länder) treffe auf ein sich sehr unterschiedlich entwickelndes Angebot, das durch die Festlegung von Fangquoten maßgeblich bestimmt werde.

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Ein Maßstab ist der größte Heringsbestand im Nordatlantik, der so genannte Norwegische Frühjahrslaicher. Seine Fangquoten wurden in den vergangenen Jahren deutlich reduziert, um eine bestandserhaltende Fischerei langfristig zu gewährleisten. Die Entwicklung dieses Bestandes hat auf die Preisbildung international den größten Einfluss, da die darauf fischende Fangflotte komplett durch den MSC zertifiziert ist.

Im Zeitraum bis September 2011 stiegen die Preise für gefrorene Heringslappen laut Einfuhrstatistik in der Spitze um bis zu 156 Prozent. Gleichzeitig weist die GfK für den Zeitraum von Januar bis Oktober 2011 für Marinaden und Fischdauerkonserven rückläufige Mengen aus. So lagen bei den Fischdauerkonserven die Absatzzahlen in den Monaten August bis Oktober 2011 zwischen 8 bis 23 Prozent unter den jeweiligen Vorjahreszeiträumen. Dieser Rückgang vollzog sich vor dem Hintergrund einer Erhöhung der durchschnittlichen Einkaufspreise für Fischdauerkonserven von jeweils rund 11 Prozent in den vergleichbaren Zeiträumen.