„Das Modell funktioniert", sagte Patrick Engels, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Rauchtabakindustrie zum Auftakt der Inter-tabac in Dortmund zur Erhöhung der Tabaksteuer.
Engels betonte, dass die Fiskalpolitik „mit Augenmaß durchgeführt wurde." Gleichzeitig warnte er davor, dass durch die überproportional hohe Besteuerung von Feinschnitt, dessen Pufferfunktion gegenüber illegaler, nicht verzollter Ware verloren gehen könnte. Zum Thema Schmuggelware sagte Marianne Tritz, Geschäftsführerin Deutscher Zigarettenverband, dass es keine „exorbitante Steigerung" gebe, allerdings befände sich der illegale Handel mit Schmuggelware nach wie vor auf „extrem hohem Niveau".
Positiv bewerteten beide Verbände die Ergebnisse der von der EU durchgeführten Online-Konsultation vor dem Hintergrund der Novellierung der Tabak-Produkt-Richtlinie. 85.513 EU-Bürger haben sich an der Befragung beteiligt. Dies sei ein Riesen-Erfolg, betonte Engels. Ohne genaue Zahlen zu nennen, betonten Tritz als auch Engels, dass sich ein Großteil der Befragten gegen die EU-Pläne ausgesprochen habe. Zu den Vorhaben der Europäischen Kommission zählen die so genannten „plain packages", also Einheitspackungen, „display ban" (kein offener Verkauf) sowie ein Automatenverbot. Mit der Umsetzung der Richtlinie wird in Deutschland frühestens 2014 gerechnet.
Tabakbranche „Vernünftige Entwicklung"
Die Tabakbranche sieht sich nach einem schwachen Jahr 2010 wieder im Aufwind. Insgesamt wurde im 1. Halbjahr 2011 mit 11,65 Mrd. Euro ein Umsatzplus in der Summe aller Tabakprodukte von mehr als 600 Mio. Euro erzielt.
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