Das Institut hatte zuvor Salatgurken aus Spanien als Träger der gefährlichen EHEC-Erreger identifiziert. Bei drei Gurken aus dem südeuropäischen Land sei der Erreger eindeutig festgestellt worden, hieß es. Eine Entwarnung könne es aber erst geben, wenn eindeutig festgestellt würde, dass das Gemüse aus Spanien wirklich der einzige Träger des Erregers ist. „Erst dann werden sich alle Verdächtigungen als unberechtigt herausgestellt haben", sagt Boese.
Das Agrarministerium in Madrid will sich zunächst nicht zu dem Fund von EHEC-Erregern in Salatgurken aus Spanien äußern. Die Informationen aus Deutschland würden jetzt geprüft, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Deutschlands größter Handelskonzern Metro hat bislang keinen Absatzrückgang bei Obst und Gemüse nach der Warnung vor dem Verzehr von Tomaten, Gurken und Salaten wegen des EHEC-Keims festgestellt. „Seit Bekanntwerden der ersten EHEC Erkrankungen beobachten wir die Entwicklung und werden erforderlichenfalls alle notwendigen Maßnahmen ergreifen", betonte ein Sprecher. Verunsicherte Kunden erhielten in den Märkten Tipps durch das Fachpersonal, wie frische Lebensmittel hygienisch korrekt zubereitet und gelagert würden.
EHEC-Erreger Deutsche Gemüsebauern erleichtert
Gemüsebauern in Norddeutschland sind nach dem Fund des EHEC-Bakteriums in spanischen Salatgurken erleichtert, fürchten aber weiter mögliche Einbußen. „Das schafft hoffentlich etwas Entspannung. Es ist ein gutes Zeichen für unsere Branche", sagte der Geschäftsführer der Fachgruppe Gemüsebau Norddeutschland, Axel Boese, zu der Analyse des Hamburger Hygiene-Instituts.
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