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QS Qualität und Sicherheit Positives Fazit

Lebensmittel Praxis | 19. Mai 2011
QS Qualität und Sicherheit: Positives Fazit

Bildquelle: ptk / Ku00e4mper

„Die Qualität von Lebensmitteln war nie so gut wie heute", meint Dr. Hermann-Josef Nienhoff (Foto), Geschäftsführer der QS Qualität und Sicherheit GmbH. Anlass dieses Fazits ist der 10. Jahrestag des Bestehens des Prüfsystems QS.

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Gegründet nach der BSE-Krise kann das System nach eigenen Angaben auf derzeit 133.000 Systempartner aus 30 Ländern verweisen. Eine „Erfolgsstory", wie Nienhoff sagt. Auf den deutschen Markt übertragen heißt das: 56.000 Schweine-, 3.700 Geflügel- und 31.000 Rinderhalter haben sich bzw. ihre Produkte zertifizieren lassen. Damit sind rund 90 Prozent des Marktes bei Schweine- und Geflügelfleisch und 70 Prozent bei Rindfleisch Teil des QS-Systems. Bei Obst und Gemüse sind 9.100 Erzeuger geprüft, zudem 2.600 Kartoffelproduzenten.

Dass es bei den Rindfleischproduzenten und -produkten „nur" 70 Prozent seien, läge an den Auflagen, die für das QS-System im Zuge der Rindfleischetikettierung zu erfüllen gewesen seien. Inzwischen sei jedoch eine steigende Nachfrage zu verzeichnen. Überzeugendstes Kriterium für die ungefähr 60.000 Rinderhalter in Deutschland, sich einem Audit zu unterziehen: Der Preis, den die Produzenten pro Kilogramm Schlachtgewicht erzielen können, ist um 3 Prozent höher als bei nicht-zertifiziertem Fleisch. Auch große Fastfood- und Supermarktketten wollen nur noch QS-Fleisch, sagte Nienhoff: Edeka beispielsweise habe zwar ein eigenes Prüfzeichen, kaufe jedoch grundsätzlich nur Fleisch mit dem QS-Siegel.

2001 ist man bei QS mit Fleisch und Wurst gestartet, 2004 kamen Obst, Gemüse und Kartoffeln dazu. „Nachdem in den Anfangsjahren der Aufbau der Systemgrundlagen im Vordergrund stand, gelang es uns in den letzten Jahren, Lücken in der Systemkette zu schließen", erklärt Franz-Josef Möllers, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes. Seit 2010 ist für Handel, Transport, Lagerung und Umschlag von Futtermitteln die Teilnahme an QS verpflichtend. Und 2011 wurde die letzte große Lücke in der Produktionskette geschlossen: Seit Anfang dieses Jahres sind auch die Tiertransporteure dabei.

„Das QS-System hat sich als wichtigster Faktor für die Rückgewinnung des Verbrauchervertrauens nach der BSE-Krise erwiese", so Möllers weiter. „Ich meine, ohne QS wird künftig nichts mehr gehen."