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Batterien Erfolgsmodell Rücknahme

Lebensmittel Praxis | 13. April 2011

Fast jede zweite Batterie in Deutschland wird zurückgegeben. Das ergibt 14.507 Gewichtstonnen Alt-Gerätebatterien. Sie werden beinahe komplett wieder verwertet.

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Die Rücknahmemenge wurde um 103 Gewichtstonnen Batterien gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die Zahlen bestätigen die Vorreiterrolle als leistungsfähigstes Rücknahmesystem in Europa, findet die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS Batterien).

Die Sammelquote für 2010 beträgt 44 Prozent. Damit übertrifft das System bereits die für 2012 durch das Batteriegesetz definierten Vorgaben von 35 Prozent. Sogar die Vorgabe für 2016 von 45 Prozent wurde schon annähernd erreicht.

Auch die Verwertungsquote übersteigt die gesetzlichen Vorgaben. Nahezu alle eingesammelten Batterien und Akkus wurden wiederverwertet. Nur 0,4 Prozent aller erfassten Altbatterien mussten beseitigt werden.


Flächendeckend und bundesweit hat die Stiftung mehr als 170.000 Rücknahmestellen mit grüner Sammelbox aufgebaut, 140.000 davon im Handel. 2010 wurde fast jede zweite Batterie (48 Prozent) über diesen Weg zurückgegeben. Die durchschnittliche bundesweite Rücknahmemenge pro Einwohner stieg auf 177 Gramm. Dies entspricht durchschnittlich etwa acht Batterien.

Die zurückgenommenen Sekundärbatterien (wiederaufladbare Akkus) legten im Verhältnis zu Primärbatterien im vergangenen Jahr um 7 Prozent zu. Vor allem Lithiumbatterien haben ihren Anteil verbessert: 2010 waren 15 Prozent - 5 Prozent mehr als im Vorjahr - im Umlauf. Mit einem weiteren Anstieg von Akkus, insbesondere von Lithiumbatterien, ist zu rechnen.

Die Anzahl der Vertragspartner, die dem Gemeinsamen Rücknahmesystem angeschlossen sind, hat sich 2010 fast verdoppelt. Inzwischen übernimmt GRS Batterien für mehr als 2.400 Batteriehersteller und -importeure die Produktverantwortung.