Am Montag gab das Agrarministerium in Mecklenburg-Vorpommern bekannt, dass der Rügener Badejunge noch bis Mitte 2019 vertraglich gesichert am aktuellen Standort Bergen auf Rügen hergestellt werde. Ob der Camembert unter demselben Namen in Thüringen produziert werden könnte, prüften derzeit Experten für Markenrecht, heißt es beim Unternehmen.
Der Markeninhaber Rotkäppchen sieht in der Verlagerung der Produktion des Käses nach Thüringen keine Probleme. Das Unternehmen ist nach eigener Darstellung gezwungen, die Produktion zu verlagern. Das Deutsche Milchkontor will die betroffene Molkerei schließen. Der Aufsichtsrat der DMK Deutsches Milchkontor GmbH hatte Ende September mehrheitlich den im Rahmen des Standortkonzeptes geplanten Werksschließungen zugestimmt. Das Unternehmen reagiert so auf Kündigungen von Milcherzeugern und die damit verbundene reduzierte Milchmenge. Den Vertrag über die Herstellung des Käses mit Rotkäppchen hat das Milchkontor gekündigt.
Markenrechtliche Probleme sehe Rotkäppchen nicht, da der neue Herstellungsort auf der Verpackung ausgewiesen werde, sagte der Geschäftsführer Alexander Kolb. Die Vorbereitungen für eine Produktion des Camemberts in Thüringen liefen bereits.
Rotkäppchen Peter Jülich Der Rügener Badejunge wird Thüringer
Das Unternehmen Rotkäppchen Peter Jülich (Dortmund) will künftig in Thüringen seinen bekannten Rügener Badejunge-Käse produzieren. Der Camembert soll künftig im Werk in Lumpzig (Altenburger Land) entstehen.
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