Inflation:Verbraucherpreise in Deutschland erneut gestiegen

Bildquelle: Ritter

Inflation Verbraucherpreise in Deutschland erneut gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel und Energie sind in Deutschland im dritten Monat in Folge gestiegen. Die Verbraucherpreise lagen laut Statistischem Bundesamt (Destatis) diesen August um 1,8  Prozent höher als im August des Vorjahres, die Inflationsrate habe - gemessen am Verbraucherpreisindex - leicht angezogen. Die Nahrungsmittelpreise seien innerhalb eines Jahres um 3 Prozent gestiegen, einige Lebensmittel stechen besonders hervor.

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Vor allem Speisefette und Speiseöle (+28,1 Prozent) seien deutlich teurer geworden. Mit fast 60 Prozent ist laut der Destatis-Erhebung der Preisanstieg bei Butter besonders hoch.
Auch für Molkereiprodukte (+ 14,3 %) habe der Verbraucher durchweg deutlich mehr bezahlen müssen. Weitere Preiserhöhungen habe unter anderem bei Fisch und Fischwaren (+ 3,3 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+ 2,6 Prozent) gegeben.

Dagegen seien die Preise für Gemüse gingen binnen Jahresfrist insgesamt um 4,5 Prozent zurückgegangen. Vor allem Kartoffeln und Gurken kosten deutlich weniger.
Ein wesentlicher Grund für  den erneuten Anstieg der Inflationsrate Richtung Zwei-Prozent—Marke sei die Entwicklung der Energiepreise. Im August 2017 habe sich Energie binnen Jahresfrist um 2,3  Prozent verteuert. Vor allem Mineralölprodukte (+ 5,2 Prozent, davon leichtes Heizöl + 10,4 Prozent; Kraftstoffe + 3,9 Prozent) und Strom (+ 2,0 Prozent) seien teurer als ein Jahr zuvor.

Gas habe sich dagegen um 2,9 Prozent verbilligt. Die Preise für Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme seien leicht zurückgegangen. Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie und Nahrungsmittel hätte die Inflationsrate im August 2017 bei + 1,6 Prozent gelegen.

Die Preise für Waren insgesamt habe sich innerhalb eines Jahres um 2 Prozent erhöht. Vor allem Zeitungen und Zeitschriften (+ 4,8 Prozent), Tabakwaren (+ 4,6 Prozent) sowie pharmazeutische Erzeugnisse (+ 2,7 Prozent) kosten laut Destatis deutlich mehr.

Auch Dienstleistungen seien teurer geworden. Bedeutsam für die Preiserhöhung der Dienstleistungen seien die Nettokaltmieten (+ 1,7 % gegenüber August 2016), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwendeten.