Der Weinabsatz blieb mit einem leichten Minus von 0,7 Prozent weitestgehend stabil. „Ein wesentlicher Grund für die rückläufigen Umsätze sind verstärkte Sonderangebotsaktionen für Wein im Lebensmittelhandel, der inklusive der Discounter 54 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Weinmarkt ausmacht. Hinzu kommt, dass in diesem Handelssegment eine sehr große Preisaggressivität der ausländischen Anbieter und eine hohe Preissensibilität bei den Verbrauchern herrschen", erläutert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.
Weine aus den deutschen Anbaugebieten gaben im Absatz um 5 Prozent und im Umsatz um 5,7 Prozent nach. Diese Entwicklung sei stark auf Verluste im Preiseinstiegssegment des Lebensmittelhandels zurückzuführen, in dem die deutschen Anbieter Marktanteile an Italien und Spanien abgegeben haben. Mit einem Anteil von 46 Prozent an den hierzulande verkauften Weinmengen und 52 Prozent am gesamten Umsatz mit Wein waren die deutschen Anbieter 2010 trotz eines Rückgangs von jeweils 2 Prozentpunkten weiterhin mit großem Abstand Marktführer im eigenen Land.
Auch der Rosé-Trend hält an: Roséweine legten im Absatz um 6,5 Prozent zu und haben mittlerweile einen Marktanteil von 9,6 Prozent erreicht. Weißweine wie Rotweine verzeichneten ein Absatzminus von 1,7 Prozent bzw. 1,3 Prozent. Der Rotweinanteil am gesamten Weinkonsum in Deutschland belief sich 2010 auf 51 Prozent, der Weißweinanteil auf 39,4 Prozent.
Weinmarkt Weinkonsumenten wollen sparen
Die Verbraucher waren nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) 2010 beim Weineinkauf sparsamer als im Jahr zuvor. Demnach sanken die Ausgaben für Wein in Deutschland auf alle Herkünfte und Einkaufsstätten bezogen um 2,7 Prozent.
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