Die Entwicklung verlief für nahezu alle Vertriebskanäle negativ – mit Ausnahme des Apotheken-Versandhandels. Zur aktuell schwachen Performance des Marktes trug auch das vierte Quartal noch einmal mit einem Umsatzminus von 2,6 Prozent (Absatz: -3,7 Prozent) bei. Gerade in den im OTC-Markt wichtigen Indikationsgruppen wie Erkältungs-, Husten- und Grippemittel sowie Schmerzmittel und Vitamine schwächte die sinkende Nachfrage das Geschäft. Zuwächse gab es bei den Produkten gegen Gelenk- und Muskelschmerzen; hier stiegen die Absätze leicht (2,2 Prozent), die Umsätze in deutlich höherem Umfang (7,5 Prozent). Ursache dafür dürfte der frühe Wintereinbruch im letzten Quartal 2010 gewesen sein. Dieser führte offenbar jedoch noch nicht zu einem dramatischen Anstieg der Erkältungskrankheiten. Die schwache Entwicklung bekam sogar der Apotheken-Versandhandel zu spüren; hier waren Umsatz- und Absatzentwicklung ebenfalls rückläufig.
Insgesamt weist die kumulierte Entwicklung von Januar bis Dezember 2010 gegenüber dem Vorjahr für die Offizin-Apotheken noch die beste Entwicklung im OTC-Markt aus: Sie legten mit einem nahezu unverändertem Umsatzvolumen von rund 5 Mrd. Euro und mit einem Absatzminus von knapp 1 Prozent ein vergleichsweise stabiles Ergebnis vor. Bei LEH und Drogeriemärkten dagegen verlief die Entwicklung enttäuschend (Umsatz: -2,9 Prozent, Absatz: -3,1 Prozent). Das Wachstum der Internet-Apotheken schwächt sich derzeit ab.
OTC Internet-Apotheken mit weniger Dynamik
Offizin-Apotheken, LEH inkl. Drogeriemärkte sowie Apotheken-Versandhandel setzten im vergangenen Jahr 1 Prozent weniger mit nicht-rezeptpflichtigen Arznei- und Gesundheitsmitteln um und erreichten damit ein Umsatzvolumen von 7,852 Mrd. Euro. Das Absatzvolumen lag mit 1,352 Mrd. Verpackungen 2 Prozent unter dem Niveau von 2009.
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