Am Ende des Jahres 2011 werde der Einzelhandel aber die Verluste aus dem Krisenjahr 2009 endgültig aufgeholt haben. Im Gesamtjahr 2010 stiegen die Umsätze des deutschen Einzelhandels nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Krisenjahr 2009 nominal um 2,3 und preisbereinigt um 1,2 Prozent. Zur Überraschung vieler Experten gab es im Dezember einen Rückschlag: Die Umsätze gingen zum Vorjahresmonat preisbereinigt um 1,3 Prozent zurück. Erwartet worden war ein Anstieg um 0,7 Prozent, schließlich hatte der Dezember im vergangenen Jahr mit 26 Verkaufstagen einen Tag mehr als der Vorjahresmonat. Nominal ergab sich im Dezember ein leichter Zuwachs von 0,3 Prozent.
2011 werden nach Einschätzung des HDE die Preise für Lebensmittel steigen: „Wir gehen von einem moderaten Anstieg der Verbraucherpreise um 1,5 Prozent aus." Dafür würden die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sorgen. „Der funktionierende Wettbewerb im Handel wird den Preisanstieg bei Lebensmitteln aber dämpfen", zeigt sich Genth überzeugt.
Einzelhandel HDE sieht keinen Aufschwungsboom in 2011
Die Einzelhandelsbranche erwartet 2011 nach Einschätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) ein Umsatzwachstum von 1,5 Prozent: „Preisbereinigt entspricht dies einer Entwicklung auf Vorjahresniveau", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Das könnte Sie auch interessieren
Supermarkt des Jahres 2026
LP international - Nachrichten
-
FrankreichLact'Union erhält Darlehen von der Europäischen InvestitionsbankDie französische Molkereigenossenschaft Lact'Union modernisiert mit einem Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) über 50 Millionen Euro ihre Werke in Nordfrankreich. Das berichtet das „European Supermarket Magazine“.
-
Neue Zoll-AppLidl testet den digitalen AusfuhrkassenzettelSchweizer Kunden können ihre Einkäufe bei Lidl künftig digital ausführen – ohne Stempel an der Grenze. Der Discounter nimmt als erster Lebensmittelhändler an der Pilotphase einer neuen Zoll-App teil. Die Mehrwertsteuer, die Schweizer Kunden sich erstatten lassen können, wird direkt mit dem nächsten Einkauf verrechnet.
-
GetränkeindustrieCapri Sun baut Werk in Polen für 70 Millionen EuroDer Schweizer Getränkehersteller Capri Sun investiert mehr als 70 Millionen Euro in ein neues Werk im polnischen Stargard. Bis Ende 2027 sollen dort 120 Arbeitsplätze entstehen. Das Werk erweitert die Kapazitäten in Europa. Außerdem verkürzt es die Lieferzeiten nach Mittel- und Osteuropa sowie in die nordischen Länder.
Produkt des Jahres 2026
Im Heft
Nachhaltigkeit
-
Logistik ohne DieselMars und Rewe elektrifizieren Transportkorridor komplett -
MilchalternativenMünchner Startup macht aus Biertreber ein Milchgetränk -
Plastikmüll-RegulierungVerbotene Einweg-Plastikprodukte weiterhin im Netz erhältlich -
Bau in NeubulachNetto will ersten Supermarkt aus dem 3D-Drucker beziehen