Metro Plus Montreal Convenience pur

Handel in Kanada: Der Metro Plus in Montreal ist mehr als ein gewöhnlicher Markt. Er bietet alles, was Studenten zum Leben brauchen – und noch viel mehr.

Donnerstag, 09. September 2010 - Ladenreportagen
Heidrun Mittler

Inhaltsübersicht

Wer Hunger hat, ist hier genau richtig. Denn der kanadische Verbrauchermarkt „Metro Plus“ bietet nicht nur Einkaufserlebnis, sondern auch eine Vielzahl gastronomischer Angebote. Eines der Vorzeigeobjekte befindet sich in Montreal – mit 2,8 Mio. Einwohnern das quirlige Zentrum des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens der Provinz Quebec. Phil Furino ist angestellter Geschäftsführer von 12 Märkten, sein Lieblingsobjekt ist der eineinhalb Jahre alte Markt am Standort Notre Dame Ouest/de la Montagne, in unmittelbarer Nähe zur technischen Hochschule.

Übrigens: Die Kanadische Metro ist ein eigenständiges Unternehmen (gehört also nicht zur namensgleichen Metro-Gruppe in Düsseldorf), mit mehr als 65.000 Beschäftigten und mehr als 11 Mrd. CAD Umsatz, was umgerechnet etwa 7 Mrd. Euro entspricht. Metro Inc. betreibt in Quebec und Ontario insgesamt 600 Lebensmittel-, dazu kommen noch 250 Drogeriemärkte. 380 Filialen firmieren unter „Metro“ und „Metro plus“. Zurück nach Montreal: Zu den Besonderheiten des Marktes zählen nicht nur die langen Öffnungszeiten (8 bis 23 Uhr, 7 Tage pro Woche), sondern auch die Kundschaft. Direkt über dem Markt befindet sich ein Wohnhaus mit Appartements für 500 Studenten, die an der Hochschule in unmittelbarer Nähe eingeschrieben sind. Die angehenden Ingenieure haben einen eigenen Fahrstuhl und direkten Zugang zum Markt im Erdgeschoss.

In Quebec, wo die Temperaturen im langen Winter frostig sind, ist das ein wichtiges Argument für bequemes Einkaufen. Zudem erleichtert die Verbindungstür (über eine Scheckkarte zu öffnen) auch die Belieferung, welche die jungen Konsumenten mit einem Aufschlag von umgerechnet 3 Euro honorieren müssen. Im Markt finden Studenten – am besten finanziell gut gestellte – alles, was man zum Leben braucht: von den frischen Backwaren und selbst gemachten Brotaufstrichen über eine riesige Auswahl an frisch gekochtem Mittagessen bis zu Gemüse-Dipps zum Abendbrot, dazu als Dessert Kuchen und Kleingebäck. Wer möchte, kann sein Fertiggericht vor Ort in der Mikrowelle aufwärmen. Und natürlich: Bier, neben Sonderplatzierungen von Six-Packs und größeren Gebinden gibt es einen eigenen Kühlraum, der bis unter die Decke mit verschiedenen Biersorten gefüllt ist. Um aber den Ruf der Studenten zu retten: Der Verkaufsschlager überhaupt an diesem Standort ist Wasser.


 Das Unternehmen hat sich für den Standort entschieden, weil derzeit ein gesamter Stadtteil modernisiert wird. Durch dieses „Griffintown-Project“, bei dem trendige Wohnungen entstehen, werden viele neue Bewohner in die Gegend ziehen, prognostiziert der Geschäftsführer. Diesen soll schon das Wasser im Mund zusammenlaufen, wenn sie nur am Metro Plus vorbeigehen. Die Außenwände sind zur Straße hin voll verglast, man hat dadurch einen freien Blick auf die Küche.

Wozu noch selbst kochen, wenn man frische und in der Showküche zubereitete Gerichte zu erschwinglichen Preisen kaufen kann? Weil Kanadier meist auf ihre Gesundheit und Figur achten, sind viele gesunde Lebensmittel im Angebot: Mindestens 20 frische Salate und passende Dressings, präsentiert auf zerstoßenem Eis; jeden Tag wechselnde Suppen, Fischgerichte, Pizza, vegetarische Pfannengerichte und solche mit Fleisch, gegrillte Hähnchen und Sushi (untervermietet).

Jetzt bewerben!
Der Bewerbungsphase für den Wettbewerb „SuperMarkt des Jahres 2010“ läuft auf Hochtouren. Teilnahmeunterlagen finden Sie unter www.lebensmittelpraxis.de, unter dem SuperMarkt-Logo. Die Gewinner-Märkte werden am 18. Mai 2010 ausgewählt und bei einem außergewöhnlichen Event im Tanzbrunnen Köln prämiert.