Anzeige

Globus Kochen, Backen und Räuchern an der Front

Gisela Burger | 21. Juni 2019

Bei Wurst, Käse, Backwaren und im SB-Restaurant – die gläserne Produktion im neuen Chemnitzer Globus-Markt macht Appetit, kommuniziert Hochwertigkeit und schafft Vertrauen.

Anzeige

Plattenbauten und eine meterhohe Büste von Karl Max – hierfür ist Chemnitz auswärts bekannt. Doch die 250.000 Einwohner zählende Stadt in Sachsen hat auch andere Seiten: Sie ist Wiege des deutschen Maschinenbaus, hat eines der größten erhaltenen Gründerzeitviertel und ein Opernhaus mit Inszenierungen, die Kenner ins Schwärmen bringen. Auch ist das Erzgebirge ein attraktiver Naherholungsraum.

Der neue, im März eröffnete Globus-Markt im Chemnitzer Neefepark setzt mit seinem Konzept Bezüge zu dem modernen, offenen Gesicht der Stadt und zu ihrer Umgebung. Weiße Lampen, in der Gestalt an Zahnräder in Maschinen erinnernd, hängen deshalb an der Decke des SB-Restaurants, das 260 Sitzplätze umfasst. An der zu einem Rondell geformten Theke haben die Gäste eine Auswahl an Gerichten aus aller Welt: Es gibt die in der Region beliebte Rostbratwurst ebenso wie Pizza, Burger, Pasta und asiatische Gerichte aus dem Wok. Dass die Speisen frisch zubereitet werden und mit welchen Zutaten, kann jeder Kunde mitverfolgen. Alle Arbeitsvorgänge in der Küche sind hinter Glas einsehbar. „Live-Cooking stand als Idee für diesen Standort von Anfang an“, sagt Thorsten Spröd, Geschäftsleiter des fast 6.500 Quadratmeter großen und 250 Mitarbeiter zählenden Standortes, dem jüngsten der insgesamt 47 Globus-Märkte.

Zwei Jahre lang arbeitete der 43-Jährige das Konzept für die neue Einkaufsstätte mit aus und begleitete den Bau. Er selbst stammt aus Chemnitz und leitete zuvor den Globus-Markt in Freilassing. Gläserne Frischemanufaktur und der Bezug zur Region sind ebenso die Leitgedanken im eigentlichen Markt. „Das Thema Frischemanufaktur ist ein Alleinstellungsmerkmal und wichtiger Wettbewerbsvorteil für uns“, sagt Geschäftsleiter Thorsten Spröd. Hinter Glasscheiben und über Monitore übertragen, erlebt der Verbraucher im gesamten Frischebereich unmittelbar, wie frische Produkte vor Ort produziert werden. In der markteigenen Fleischerei, in der Bäckerei, beim Fisch, aber auch beim Käse sowie an der Bar für Sushi, Antipasti und Salat stellen Mitarbeiter, uneingeschränkt sichtbar, frische Erzeugnisse von der Fleischwurst über den Käsesalat bis hin zu Brot, Brötchen und Torten her.

Mehr als 20 Meter nimmt allein die Fleisch- und Wursttheke ein, hinter der das Team nicht nur bedient, sondern auch Würste aus dem Fleischwolf dreht und Räucherware an Haken hängt. 58 der etwa 160 Wurstsorten in der gut ausgeleuchteten Theke stammen aus eigener Produktion. Grüne Tafeln an den weißen Kacheln hinter der Theke informieren über die Herkünfte. Auch bei der Bäckerei mischen die Mitarbeiter die Zutaten vor den Augen des Kunden. Sie verarbeiten Eier und Getreide aus der Region.

Im hinteren Bereich der Fischtheke steht ein Räucherofen, in dem Forellen eines lokalen Züchters geräuchert werden. Beim Fisch wird die Frischware als Blickfang inszeniert, der auch Impulskäufe auslöst: Frischfisch, Muscheln und Algen liegen auf Eis aus und werden mit einer Sprühkühlung, die aus verchromten, geschwungenen Rohren strömt, benebelt.

Mit hausgemachten Frischkäse-Kreationen und Käsesalaten wartet die Käsetheke auf. Die Produkte werden in rustikalen Keramikschüsseln in der Theke präsentiert, um das Thema „selbstgemacht“ optisch zu unterstreichen.
Momentan haben ultrafrische Lebensmittel einen Umsatzanteil von mehr als 30 Prozent. Thorsten Spröd stellt fest, dass die Kunden dieses Standorts auch gern Frische-Convenience in hoher Qualität kaufen. Zwei Mitarbeiterinnen bereiten ständig Sushi, Salate und Antipasti sowie Obst zu, das der Kunde frisch verpackt mitnehmen oder an den Bars im Bereich der Frischeinsel zusammenstellen kann.

Aber auch wer gern selbst und aufwendig kocht, wird gezielt angesprochen. Die Gondeln des Obst- und Gemüsebereichs bieten viel lose Ware. Beim separat ausgelobten Bio-Gemüse sind mehrere Demeter-Produkte zu finden. Vor allem aber stehen heimische und saisonale Erzeugnisse im Vordergrund. Spargel, Rhabarber und Erdbeeren etwa werden augenfällig an den Stirnseiten der Gondeln platziert. Tafeln mit Überschriften wie „Kräuterwissen“ und „Kartoffel-1x1“ geben Tipps und ermuntern zum Zugreifen. Letzteres geschieht auch durch die Verkostungsstände und stillen Verkostungen, von denen jeden Tag mehrere stattfinden.

Die Frischeinsel befindet sich im hinteren Bereich der Einkaufsstätte. Auf dem Weg dorthin durchquert der Kunde praktisch den gesamten Markt. Auf seiner Route regt ihn bereits die eine oder andere Besonderheit zum Kauf an. Beispielsweise die Essig- und Ölbar zum Selbstabfüllen. Oder die grüne Holzeisenbahn im Süßwarenbereich, an deren Waggonseiten er aus loser Ware die persönliche Mischung wählen kann. Die Eisenbahn hat übrigens auch einen lokalen Bezug: Sie ist ein Abbild der Parkeisenbahn, die im Chemnitzer Stadtpark, dem Küchwald, fährt. In Chemnitz wurden deutschlandweit die ersten Lokomotiven gebaut.

In Nachbarschaft zur Frischeinsel hebt sich der Bereich „Gutes von Hier“ durch Holzregale und ein leicht erhöhtes Podest ab. Hier gibt es haltbare Lebensmittel und Nonfood ausschließlich von lokalen Anbietern: Straußenei-Nudeln, Brände, Schokolade, Cerealien, Biere und Spielwaren. „Wir haben 48 lokale und 161 regionale Lieferanten“, sagt Thorsten Spröd. „Gutes von Hier“-Produkte werden in allen Warengruppen durch Schilder am Regal ausgelobt. Um dem Verbraucher Orientierung auf der großen Fläche zu geben, stehen handgeschriebene Wegweiser aus Holz an den Gängen. Sie lotsen zu den verschiedenen Bereichen – auf Deutsch und auf Sächsisch. Außerdem erleichtert das geringe Gewicht der Einkaufswagen dem Kunden den Weg: ihre Ablagen sind aus grünem Kunststoff anstatt aus Metall. Die Wagen können ohne Chip benutzt werden.

Das Restaurant nutzen unter der Woche überwiegend Berufstätige, die in dem Industriepark arbeiten, in dem der Markt liegt. Am Wochenende gönnen sich vor allem Ehepaare und Familien vor oder nach dem Einkauf eine Mahlzeit oder einen Kaffee mit Kuchen. Mindestens drei Mitarbeiter helfen an der Information weiter, die zwischen Restaurant und Markteingang platziert ist. Mehrere Kunden hintereinander beantragen an diesem Tag die Kundenkarte. Diese beinhaltet mehrere Serviceleistungen. Beispielsweise können Globuskarten-Besitzer ein mobiles Lesegerät am Eingang mitnehmen und das Scan- &-Go-Verfahren nutzen. Das Scannen der Codes der gewählten Produkte ermöglicht einen aktuellen Überblick über die Gesamtkosten des Einkaufs. Auch kann der Kunde mit dem Gerät an einer unbesetzten Kasse bezahlen und spart sich so das Anstehen sowie das Ein- und Auspacken der Ware.

Weitere Vorteile der Kundenkarte sind Rabatte und Einladungen zu Veranstaltungen. Denn Thorsten Spröd und sein Team organisieren Events für verschiedene Kundengruppen: Weinseminare mit Käseverkostung und Veranstaltungen für Kinder und Familien wie den Weltentdecker-Club. „Der nächste Schritt werden Kochseminare sein“ berichtet der Geschäftsleiter von der Planung.

Fakten im Fokus

Fakten im Fokus:
6.600 qm Verkaufsfläche
250 Mitarbeiter
60.00 Artikel
30 Euro Durchschnittsbon
16 Kassen
von montags bis samstags: 8 - 21 Uhr


Schnell gelesen
Globus Chemnitz, Im Neefepark 3, 09116 Chemnitz.
Der Markt im Chemnitzer Neefepark ist einer von 47 Globusmärkten in Deutschland. Fast zwei Jahre Umbau und etwa 20 Millionen Euro wurden in den Umbau des Objektes investiert, in dem zuvor ein Toom-Markt gewesen war.
Das SB-Restaurant umfasst 260 Plätze. Sämtliche Speisen werden vor den Augen der Gäste zubereitet. Auch die Mitarbeiter der Bäckerei, Metzgerei und der anderen Frischebereiche arbeiten für jeden hinter Glas sichtbar.
Außer der Eigenproduktion bilden lokale und regionale Produkte einen Schwerpunkt.
Weitere Besonderheiten: selbst bestückte Sushi- und Salatbar, 160 regionale Direktlieferanten, täglich mehrere Verkostungen, Kundenveranstaltungen.