Im Gespräch mit J. Hotz - Ahold „Die Zeit ist reif, um einen neuen Kanal zu etablieren“ - Weitere Fragen

Seit einem Jahr gibt es das Convenience-Konzept „Albert Heijn to go“ auch hierzulande. Deutschland-Chef Jürgen Hotz zieht eine erste Bilanz.

Dienstag, 17. September 2013, 00:00 Uhr
Sonja Plachetta
Artikelbild „Die Zeit ist reif, um einen neuen Kanal zu etablieren“ - Weitere Fragen
Der Bekanntheitsgrad der Marke Albert Heijn ist in NRW größer, als man bei Ahold erwartet hatte, sagt Deutschland-Chef Jürgen Hotz. (Bildquelle: Hoppen)
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Hätten Sie das Konzept nicht schon vor der Expansion nach Deutschland überarbeiten können, damit Sie hier ein einheitliches Bild abgeben?
Nicht alles, was wir hier gelernt haben, war vorher absehbar, wie z. B. der Bekanntheitsgrad und die starke Nachfrage nach niederländischen Produkten. Das hat uns in der Intensität wie gesagt schon etwas überrascht. Da das Lernen immer weitergeht, werden wir das Konzept auch in Zukunft dynamisch anpassen. Zudem sind Ergebnisse der Marktforschung in den Niederlanden mit in die Weiterentwicklung des Konzepts eingeflossen. Ein Resultat daraus war, dass wir das Sortiment aufgestockt haben.

Welche Artikel haben Sie neu ins Sortiment aufgenommen?
Wir bieten mehr Kategorien an. Wir haben mehr Trockensortiment aufgenommen, Kekse und Grundnahrungsmittel wie Eier sowie einige Fertiggerichte sind dazugekommen. Zudem führen wir inzwischen einige Zeitungen, wir haben ein Basissortiment an Kosmetikartikeln und sogenannten Mitnahmeartikeln, z. B. Batterien.

Wenn die Läden größer werden und das Sortiment breiter wird, was unterscheidet Ihre Convenience-Shops noch von einem klassischen kleinen Nahversorger?
Davon sind wir sehr weit weg. Wir haben uns im ersten Schritt auf „Food for now and then“ konzentriert. Der Sofortverzehr bleibt auch unser Hauptfokus – viel mehr, als das bei einem Nahversorger der Fall ist. Aber wir haben festgestellt, dass viele Kunden noch etwas mitnehmen wollen für den Nachmittag im Büro, den Abend oder das Frühstück am nächsten Morgen, und dementsprechend haben wir das Sortiment angepasst. Wir bieten aber nicht wie ein Nahversorger Toilettenpapier, Reinigungs- oder Waschmittel und Getränkekisten an.

Ihr fünfter Shop hat gerade in Köln eröffnet. Ist das ein Angriff auf die Rewe in deren Stammgebiet?
Nein. Köln ist die größte Stadt in NRW und deshalb sehr interessant und wichtig für uns. NRW ist das Bundesland, auf das wir uns konzentrieren, deshalb ist es ein logischer Schritt, dass wir auch in Köln Filialen eröffnen.

Bis wann wollen Sie die zehn Filialen eröffnet haben, die Sie eigentlich schon nach einem Jahr haben wollten?
Einen genauen Zeitplan kann und will ich noch nicht nennen.

Wollen Sie auch in anderen Bundesländern eröffnen?
Derzeit nicht. In nächster Zeit werden wir ausschließlich in NRW Filialen eröffnen. Da sehen wir noch sehr großes Potenzial für uns.

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Bild öffnen Der Bekanntheitsgrad der Marke Albert Heijn ist in NRW größer, als man bei Ahold erwartet hatte, sagt Deutschland-Chef Jürgen Hotz. (Bildquelle: Hoppen)
Bild öffnen Das neue, überarbeitete Konzept von „Albert Heijn to go“ wird im Shop in der Düsseldorfer U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee zum ersten Mal in Deutschland präsentiert.