Personal Mentale Gesundheit schützen

Burn-out, Depressionen, Angststörungen: Krankmeldungen aufgrund psychischer Probleme nehmen zu. Mit welchen Angeboten Firmen Mitarbeiter unterstützen und Ausfallquoten senken.

Dienstag, 28. Mai 2024 - Management
Bettina Röttig
Artikelbild Mentale Gesundheit schützen
Bildquelle: Getty Images

Der sich verschärfende Fachkräftemangel und die Frage, wie junge Talente gewonnen und an Unternehmen gebunden werden können, beschäftigen auch Lebensmittelhandel und Konsumgüterindustrie immer stärker. Damit verbunden ist eine wachsende Problematik, auf die es Antwor­ten braucht: Die mentale Gesundheit der Bundesbürger und Arbeitnehmer hat sich in den vergan­ge­nen Jahren verschlechtert. Und vor allem junge Menschen, die nach und nach auf den Arbeitsmarkt streben, kämpfen mit psychischen Problemen. Grund hierfür sind die multiplen Krisen, auch der Klimawandel.

Julia Wehrmann, Geschäftsführung Edeka Wehrmann, beobachtet analog zur allgemeinen Entwicklung in Deutschland auch unter den eigenen Mitarbeitern eine Zunahme an Stress und mentalen Herausforderungen – über alle Altersgruppen hinweg. „Dass wir als Arbeitgeber Angebote machen, um unsere Mitarbeiter in ihrer mentalen Gesundheit zu unterstützen, ist unerlässlich“, sagt die Kauffrau.

Einen höheren Bedarf an Unterstützung hat auch die Rewe Group in den vergangenen Jahren verzeichnet. „Die Stressresistenz nimmt mit den Multikrisen ab. Während Corona haben sich die Kunden in den Märkten zum Teil um Produkte gestritten, das ging nicht spurlos an den Mitar­bei­tern vorbei. Zudem beschäftigen wir Menschen aus mehr als 130 Nationen – Kriege, auch die Flut im Ahrtal, waren und sind für viele von ihnen näher als für andere“, verdeutlicht Bianca van Wijnen, bei der Rewe Group verantwortlich für den Bereich Gesund­heit und Innovation. Der Kölner Konzern hat sein Unterstützungsangebot massiv erweitert. „Wir versuchen, mit unseren Angeboten Lücken zu schließen. Denn zum Teil warten Menschen ein halbes Jahr, bis sie Hilfe bekommen“, erklärt sie. Beauty-Spezialist L’Oréal berichtet ebenfalls von steigenden Zahlen und nimmt die eigene Verantwortung ernst. „Wir sind uns bewusst, wie wichtig die Förderung des psychischen Wohlbefindens unserer Mitar­bei­ter, einschließlich unserer jungen Berufseinsteiger, ist“, sagt Olivier Mey, Human Relations General Manager L’Oréal DACH.

Hohe Fallzahlen im Handel
Doch wie groß ist das Problem aktuell? Dazu zeichnen Studien ein klares Bild. Rund 132 Millionen Krankheitstage und damit Kosten von rund 17,2 Milliarden Euro kamen 2022 in Deutschland wegen psychischer Erkrankungen und Verhaltensstö­run­gen zusammen, doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Mehr als 40 Prozent der vorzeitigen Renteneintritte wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden mit psychischen Belastungen begründet. Die Zahlen nannte das Bundesarbeitsministerium auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag Ende 2023.

Der deutsche Handel scheint überdurchschnittlich betroffen. 92 Prozent der befragten Mitarbeiter im deutschen Handel haben in den vergangenen fünf Jahren an Burn-out-Symptomen gelitten oder leiden noch an solchen, ergab die Umfrage „The State of the Frontline Workforce“ des Software-Spezialisten Quinyx (siehe Kasten).

Ein Blick auf die junge Generation deutet an, was auch Personaler künftig stärker beschäftigen könnte. 51 Prozent der 14- bis 29-Jährigen geben an, unter Stress zu leiden, 11 Prozent sind wegen psychischer Störungen in Behandlung. Die jungen Menschen sorgen sich vor allem um die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, Klimawandel, Inflation, das Risiko der Altersarmut (Quelle: Studie „Jugend in Deutschland 2024“, für die 2.042 Personen zwischen 14 und 29 Jahren im Januar und Februar 2024 befragt wurden).

„Wir merken, dass junge Menschen mehr psychische Probleme haben, sich einigeln, Online-Sucht entwickeln. Nur etwa 5 bis 10 Prozent der Jugendlichen mit psychischen Problemen bekom­men Hilfe“, heißt es in einem aktuellen Bericht der Krankenkasse DAK. „Auch das bemerken wir“, berichtet Bianca van Wijnen. Die Rewe Group schule daher mehr Ausbilder zu diesem Thema.

Dennoch scheinen viele Unternehmen die wachsenden Herausforderungen noch auf die leichte Schulter zu nehmen. Seit Ende 2013 ist es laut Arbeitsschutzgesetz (§ 5) notwendig zu überprüfen, ob die Arbeitsbedingungen nicht nur die physische, sondern auch die psychische Gesundheit der Mitarbeiter gefährden. Bisher wird die psychische Gefährdungsbeurteilung jedoch erst von 51,5 Prozent der Unternehmen durchgeführt, ergab die Befragung „What’s next – Gesund arbeiten in der hybriden Arbeitswelt“ unter 1.100 Unternehmen der Techniker Krankenkasse aus dem Oktober 2022.

Abgesehen von der Reduzierung möglicher rechtlicher Risiken (hören Sie hierzu auch unseren Podcast zum Thema) stehen für die Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter aktiv in Sachen mentale Gesund­heit unterstützen, viele Vorteile im Fokus.

Der Podcast 
zum Thema

Welche Bedingungen am Arbeitsplatz, speziell im Lebensmittelhandel, können mentalen Stress der Mitarbeiter verstärken? Wie können Mitarbeiter unterstützt werden? Und welche ge­setzlichen Pflichten haben Unternehmen zu erfüllen, wenn es um die psychische Belastung ihrer Mitarbeiter geht? Über diese und viele weitere Aspekte sprach die Lebensmittel Praxis mit Jens Reppahn, Berater im Gesundheitsmanagement bei der BAD Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik. Diese unterstützt als Dienstleister Unternehmen bei der Ausgestaltung gesunder Arbeitsbedingungen.

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Rewe nutzt externe Hilfe und digitale Tools
Die Angebote helfen, weiß Rewe-Managerin van Wijnen: „Im Vergleich liegen unsere Fehlzeiten unter dem bundesweiten Durchschnitt, da wir aktiv mit den Herausforderungen umgehen. Auch aus unseren Befragungen und der Netzwerkarbeit wissen wir, dass wir unsere Mitarbeiter gut unterstützen.“

Im Jahr 2011 hat der Handelskonzern ein Netzwerk von Multiplikatoren für lebensphasenorien­tierte Selbsthilfekompetenz (LoS), quasi „Erst­helfer für die Seele“, gegründet. Was als ehrenamtliches Engagement weniger startete, umfasst heute rund 300 Multiplikatoren, die für Kollegen in Krisensituationen Ansprechpartner sind. Die Themenvielfalt ist groß und umfasst unter anderem Trauer, Erkrankungen, häusliche Gewalt und Belastungen durch die Pflege von Angehörigen. Die Multipli­ka­toren erhalten eine zweitägige Schulung, in der sie zusätzlich zu Gesprächstechniken vermittelt bekom­men, wann und wie sie helfen können – und wo nicht. „Wir müssen einerseits schauen, dass die Be­troffenen die richtige Hilfestellung erhalten, und andererseits gewährleisten, dass unsere LoS-Mul­tiplikatoren sich gut abgrenzen können“, erklärt van Wijnen. Ein Ersthelfer könne keine professionelle psychologische Betreuung bieten.

Diese bietet die Rewe Group ihren Mitarbeitern durch den Dienstleister B.A.D Gesundheitsvorsorge und Sicherungstechnik an. Filialen und selbstständige Rewe-Kaufleute können ebenso auf die Coaching- und Beratungsangebote der Psychologen der B.A.D zugreifen wie die Mitarbeiter der Kölner Zentrale oder anderer Unternehmensstandorte. „Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich anonym an psychologische Berater zu wenden und erhalten innerhalb weniger Tage ein Erstgespräch“, so van Wijnen. Dieses kann online, telefonisch oder vor Ort stattfinden. Die Abwicklung läuft streng vertraulich ab, Vorgesetzte und Kollegen erfahren nichts davon.

Der Bekanntheitsgrad der Unterstützungsangebote sei hoch, somit könne schnell geholfen werden. Um dies zu erreichen, waren Aufklärung und viele Maßnahmen notwendig. Heute ist die Managerin stolz, dass das Thema im Konzern von ganz oben unterstützt wird und Führungskräfte als „Role Model“ fungieren und über eigene Herausforderungen sprechen. Es fehlten jedoch mindestens 7.000 zusätzliche Kassensitze für psychothe­ra­peutische Beratungen, mahnt sie eindringlich. „Unternehmen kommen an ihre Grenzen, ausrei­chend Dienstleistungen einzukaufen, und auch Dienstleister wie die B.A.D kommen an ihre Kapa­zi­tätsgrenzen.“

Ergänzend können digitale Tools helfen und orts- und zeitunabhängige Angebote schaffen. Seit 2019 existiert daher die Rewe-eigene Gesundheitsplattform, entwickelt mit der Topfit GmbH. Hier sind alle Handlungshilfen sowie Informationen zu externen Beratungsstellen zu den Themen Ernäh­rung, Bewegung und mentale Gesundheit gebündelt abrufbar. Aktuell sind rund 80.000 User auf der Plattform registriert. Angesichts der insgesamt 280.000 Mitarbeiter in Deutschland gibt es noch Luft nach oben. Daher soll mehr in die Kommu­ni­kation der Angebote investiert werden.

Anderen Unternehmen rät van Wijnen: Anfan­gen! Daten erheben und unterschiedliche Angebote und Tools testen! „Denn je mehr Mitarbeiter ausfal­len, desto größer ist der Stress für die restlichen – ein Teufelskreis“, warnt sie.

Selbstwertgefühl stärken und Lösungen finden
Schon vor vielen Jahren angefangen hat Edeka Wehrmann. Für Mitarbeiter mit psychischen Problemen hat die Kaufmannsfamilie einen Coach an der Hand. Der Mitarbeiter zahlt einen kleinen Selbstbeitrag, Wehrmann den Rest. „Wir überbrücken damit auch die Wartezeit, bis ein Therapieplatz verfügbar ist“, sagt Julia Wehrmann.

Zu den weiteren Angeboten gehören Kommunikationstrainings für alle, vom Auszubildenden bist zum Marktleiter. Dabei wird die Fähigkeit gefördert, vor anderen Menschen zu sprechen, zugleich sollen Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gestärkt werden. Über Weiterentwicklungs- und Begeisterungstrainings, Wertschätzungs- und Lobübungen sollen positive Gefühle gefördert werden.

„Wir starten zum Beispiel jede Abteilungslei­ter­sitzung mit dem Fokus darauf, was gut gelaufen ist. Das verändert die Sichtweise. Eine weitere Übung heißt ALI: Atmen, Lächeln, Innehalten. Man merkt sofort, dass etwas im Körper passiert, Ärger verraucht, man mehr im Moment ist“, gibt Julia Wehrmann weitere Beispiele. Mentaltrainings mit Auszubildenden helfen dabei, Ängste zu überwinden, auch vor Prüfungen. „Dabei arbeiten wir zum Beispiel mit der Technik der Visualisierung. Die jungen Menschen sollen sich vor dem inneren Auge ausmalen und hineinspüren, wie sie positiv aus der nächsten Prüfung gehen.“

Die Übungen helfen, weiß sie aus Erfahrung. Doch: „Jeder muss selbst entscheiden, ob er unsere Angebote nutzen möchte. Die Verantwortung für das eigene Wohlergehen kann ich niemandem abnehmen“, sagt Julia Wehrmann. Persönliche Weiterentwicklungen laufen daher in der Freizeit, für die Kosten kommt das Unternehmen auf.

Sie selbst nimmt ihre Verantwortung ihren Mitarbeitern gegenüber ernst. Nach einer Weiterbildung zum Transformations-Coach hat Julia Wehrmann nun eine Ausbildung zum systemischen Coach begonnen, um ihre Mitarbeiter noch besser unterstützen zu können. „Im Lebensmittelhandel leben wir vom Verkauf, davon, dass wir Lebensfreude ausstrahlen und eine Verbindung zwischen Menschen aufbauen – wir zu unseren Mitarbeitern und Mitarbeiter zu Kunden“, meint sie. Als Unterstützung will sie eine Mitarbeiterin zur „Feelgood-Managerin“ qualifizieren lassen.

Der Kosmetikkonzern L’Oréal hat bereits 2013 das weltweite „Share & Care Programm“ ins Leben gerufen, um Mitarbeitern der Gruppe weltweit eine breite Palette von Sozialleistungen und Unterstützungen zugutekommen zu lassen. Diese werden kontinuierlich an gesellschaftliche Veränderungen angepasst. Der physischen und psychischen Gesundheit werden dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet, sagt Personalchef Olivier Mey. L’Oréal kooperiert in Deutschland mit dem Fürstenberg Institut und bietet allen Mitarbeitern unterstüt­zende Beratung und Begleitung, zum Beispiel in Form von Coachings zu mentaler Gesundheit, individuelle und vertrauliche Beratungsgespräche mit qualifizierten Experten. Ziel sei es, Stabilität, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter durch die Lösung von beruflichen, privaten und gesundheitlichen Problemen zu fördern, so Mey.

Sensibilisierungskampagnen und Schulungen zu psychischer Gesundheit, Stressbewältigung und psychologischer Sicherheit werden zudem durchgeführt. Als Reaktion auf die Herausforderungen, mit denen junge Menschen heute konfrontiert sind, habe sich L’Oréal vorgenommen, die eigenen Personal- und Gesundheitsmanagementpraktiken kontinuierlich zu verbessern. Der Konzern ermutigt die eigenen Führungskräfte, ein offenes Ohr zu haben und ein unterstützendes Umfeld zu schaffen. „Um die psychische Gesundheit in einem Unternehmen zu fördern, ist es entscheidend, eine offene und integrative Kultur zu schaffen, in der sich die Mitarbeiter wohlfühlen und über ihre psychischen Probleme sprechen können, ohne Angst vor Stigmatisierung oder Diskriminierung zu haben“, meint Mey.

Hürde: Tabuisierung
Ein wichtiger Aspekt, denn noch immer gelten psychische Probleme als Tabuthema. Rund zwei Drittel aller befragten Arbeitnehmer gaben in einer Befragung für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales 2020 an, sie würden sich zumindest ein wenig schämen, wenn sie selbst eine psychische Krankheit hätten.

„Ich kann sagen, dass wir das Thema für uns aus der Tabuecke geholt haben“, sagt Edeka-Kauffrau Julia Wehrmann. Eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Mitarbeiter von Anfang an öffnen können, sei sehr bedeutend, um unterstützen zu können, betont sie. So helfe im ersten Schritt die Duz-Kultur dabei, mehr Nähe zu schaffen. Zudem gelte es, die Menschen zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, dass psychische Probleme kein Tabuthema sind.
 „In Bewerbungsgesprächen spreche ich mögliche Herausforderungen bereits offen an, wenn der Lebenslauf darauf schließen lässt. Wichtig ist, dies wertschätzend zu tun, denn es erfordert Mut, durch solche Phasen zu gehen und mentale Probleme zu bewältigen“, erklärt sie.

L’Oréal trägt das Thema in die Breite
Beauty-Spezialist L’Oréal geht mit seinem Engagement über die Menschen im eigenen Unternehmen hinaus. „Über unsere unternehmensinternen Projekte hinaus engagiert sich Maybelline New York mit dem Programm ,Brave Together‘ dafür, die Sichtbarkeit und die Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen zu fördern“, berichtet Olivier Mey. In Partnerschaft mit gemeinnützigen Organisationen weltweit wird Betroffenen von unter anderem Angstzuständen und Depressionen der Zugang zu Ressourcen für die Verbesserung der mentalen Gesundheit geboten. In Deutschland ist die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention Partner der Initiative. Die Friseurmarke L’Oréal Professionnel engagiert sich zudem mit dem Trainingsprogramm „Head Up“ für die Unterstützung der mentalen Gesundheit von Friseuren.

Ersthelfer-Ausbildung

Ersthelfer für mentale Gesundheit (Mental ­Health First Aid; MHFA) können Menschen mit psychischen Problemen unterstützen. Die MHFA-­Ersthelferkurse vermitteln Basiswissen, um psychische Gesundheitsprobleme und Krisen zu erkennen und stigmatisierendes Verhalten zu vermindern. Auch konkrete Erste-Hilfe-Maßnahmen bei akuten Krisen und sich entwickelnden mentalen Gesundheitsproblemen werden geübt. Das Programm wurde in Australien entwickelt und kommt in vielen Ländern zum Einsatz.

Junge leiden stärker

31 Prozent der Deutschen sagen, dass sie aktuell unter Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Zwangsstörungen oder anderen psychi­schen Erkrankungen leiden. Insbesondere junge Menschen von 18 bis 24 Jahren (41 Prozent) und 25 bis 34 Jahren (39 Prozent) geben besonders häufig an, derzeit unter einer mentalen Erkrankung zu leiden. (Quelle: AXA Mental Health Report 2024; repräsentative Online-Umfrage in Deutschland; vom 15. November bis 11. Dezember 2023 unter 1.000 Personen zwischen 18 und 75 Jahren).

Klimawandel ist Treiber

Sorgen um den Klimawandel beeinflussen die mentale Gesundheit der Bundesbürger, zudem zeigen sich Hinweise auf eine Häufung von psychischen Störungen nach Extremwetterereignissen, bei höheren Temperaturen steige das Suizidrisiko, und es zeige sich ein vermehrt aggressives Verhalten, heißt es in einer Analyse verschiedener Studien, veröffentlicht durch das Robert-Koch-Institut als Teil des Sachstandsberichts Klimawandel und Gesundheit 2023.

Handel besonders betroffen

92 Prozent der Mitarbeitenden im deutschen Einzelhandel leiden unter Burn-out-Symptomen. Mehr als die Hälfte der Befragten litten in den vergangenen fünf Jahren an Erschöpfung, 48 Prozent an Schlafstörungen, 43 Prozent an Motivationsverlust und ebenso viele an depressiven Verstimmungen. (Studie „The State of the Front­line Workforce“, für die von Februar bis April 2024 rund 1.800 Angestellte aus Einzelhandel, Gastgewerbe und Logistik befragt wurden, davon rund 880 Mitarbeitende aus dem Einzelhandel).