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EuroShop Show der Visionen

Martin Heiermann | 17. Februar 2017

Die Welt des Handels ist im Umbruch. Im Lebensmittel-Einzelhandel sind die Veränderungen jedoch noch weniger spürbar. Aber auch hier wird die Bedeutung des E-Commerce zunehmen. Die Messe Euroshop zeigt, mit welchen Technologien und Investitionen sich der stationäre Handel darauf vorbereiten kann.

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Sie ist ein wichtiger Gradmesser dafür, wie sich der Handel künftig weltweit entwickeln wird: die Internationale Leitmesse für den Einzelhandel, die Euroshop. In diesem Jahr sind die Messehallen in Düsseldorf vom 5. bis zum 9. März Treffpunkt.

Natürlich wird es dort um die Themen der Zukunft gehen. Wie wird der Einzelhandel, insbesondere der Lebensmittel-Einzelhandel, in fünf oder in zehn Jahren aussehen? Die Düsseldorfer Euroshop ist ein Indikator dafür.

Inhaltlich wird es um neue Handelstechnologien, um die Digitalisierung, aber auch um Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gehen, denn diese Fragen beeinflussen die Investitionsentscheidungen von Handelsunternehmen in erheblichem Maße. In Zusammenhang damit stehen beispielsweise Kälte-, Klima-, Lüftungs- und Beleuchtungsanlagen. Oder auch, ob das Internet der Dinge Einzug in die Filialen hält. Und wie sieht es aus mit Smart Services für das Retail-Facility-Management?

Gegliedert ist die Euroshop in sieben sogenannte Erlebnis-Dimensionen. Alle Aussteller sind einem dieser Bereich zugeordnet. Die sieben Bereiche stehen unter den Überschriften: POP Marketing, Expo & Event Marketing, Retail Technology, Lighting, Visual Merchandising, Shop Fitting & Store Design sowie Food Tech & Energy Management. Ergänzt wird das Angebot durch Vortrags- und Diskussionsforen zu diesen Themenfeldern.

Wohlbefinden

Thomas Köpper hat in der Kassenzone seines Edeka-Marktes ein Lichtkonzept mit biologisch wirksamer Beleuchtung installiert, Human Centric Lighting (HCL) genannt. Eine neue Studie, die Oktalite Lichttechnik bei der EuroShop vorstellt, zeigt die Ergebnisse. Sie liegt der LP in Teilen exklusiv vor: Mitarbeiter an der Kasse – im Vergleich zu denen im Referenzmarkt mit LED-Beleuchtung – zeigen eine reduzierte Müdigkeit am Tage während der Schicht und eine erhöhte Entspannung am Abend. Das so gesteigerte Wohlbefinden der Mitarbeiter wirkt sich laut Studie unmittelbar auf die Servicequalität aus.

Doch im Vordergrund stehen für die Besucher in erster Linie die Aussteller selbst und das, was sie auf die Euroshop mitgebracht haben. In den Messehallen zu finden sind beispielsweise die Ladenbauer Aichinger und Umdasch.

Unter das Motto „Food on Stage“ hat Aichinger seinen Auftritt gestellt. Er soll den Anspruch des Unternehmens an die eigenen Einrichtungslösungen beschreiben. Mit technisch, hygienisch und ergonomisch durchdachte Produkten soll das Einkaufen zum Erlebnis werden. Neben Designlösungen präsentiert der Ladenbauer Produktneuheiten wie etwa das Kühlthekenmodul Set-Point. Mit niedrigem Glasaufsatz gleicht es optisch einer Schmuckvitrine. Des Weiteren wurde die Kühltheke Sirius3 durch neue Features ergänzt. Auch die SB-Salatbar Fresh-Maxx wurde einem Refresh unterzogen. Neu im Aichinger-Programm sind eigens hergestellte Klimavitrinen. Als Neuheit für den Gastronomie-Bereich zeigt der Hersteller seinen Rollengrill Roll’n’Grill, kurz: ROG.

Drei kompakte Turm-Skulpturen präsentiert Umdasch : Der Food- Tower beschäftigt sich vor allem mit den Themen Marktplatz, Getränke und Regionalität. Der zweite Turm des Trios zeigt das neue modulare Tischprogramm, genannt Vari-Table. Der Care- oder auch Wellness-Turm beschäftigt sich mit den Schwerpunkten Gesundheit und Schönheit. Auch hier werden in einem „Tower-Shop“-Format Inhalte auf verschiedenen Regalsystemen präsentiert. Ergänzt wird das Angebot durch die Themenfelder Premium Retail und Digital Retail, die am Messestand ausführlich abgebildet werden.

Erstmalig wird auch der Ladenbauer Kramer 2017 auf der internationalen Fachmesse präsent sein. Gezeigt werden die Kerngeschäftsbereiche Ladenbau Food und Kühlraumbau mit dem Spezialbereich addhome. Eine der Innovationen zur Euroshop wird die „Theke 2020“ sein.

Als Anbieter von Kühltechnik ist KMW mit dabei. Gemeinsam mit dem Partner Skill Software hat der Hersteller einen Prototypen im Bereich Predictive Maintenance entwickelt: Ein smartes Kühlmöbel, das vorbeugend Wartungsmeldungen an Verantwortliche kommunizieren kann. Auf diese Weise können mögliche Defekte am Gerät erkannt werden, bevor sie eintreten. Weitere Innovationen sind gekühlte Schließfächer als Kundenservice, energieeffizientere Tiefkühlmöbel und eine sparsamere steckerfertige Kühlmöbelserie für die flexible Kühlung.

Präsenz zeigt auch Pan-Dur . Auf dem Messestand ist erneut die Kühlmöbel-Designlinie Pure Cool zu sehen. Das Besondere daran: Die Verbindung von Sicherheits-Isolierglas mit energiesparender LED-Beleuchtung. Darüber hinaus zu sehen: Kühlmöbel integriert in Ladenbauelemente, abgestimmt auf konkrete Themenbereiche. Es gibt sie als Individual-Anfertigungen und als Serienkonzepte. Ein komplett neuentwickelter Produkt-Konfigurator ermöglicht eine optisch Darstellung der späteren Laden-Einrichtung bereits in der Planungsphase.